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Regelmäßige Bewegung - vor allem auch im Alter - wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus (Foto: TK)
Sport: Medizin im Alter

Ältere Menschen sollten auf regelmäßigen Sport nicht verzichten und körperlich aktiv bleiben. Damit lässt sich nach Ansicht von Medizinern die Funktionstüchtigkeit fast aller Organe im Körper steigern und Erkrankungsrisiko senken. Selbst gebrechliche oder demente Menschen könnten davon profitieren.

„Wer sich regelmäßig sportlich betätigt, verringert die Gefahr für einen Herzinfarkt, Schlaganfall, Typ-2-Diabetes sowie Brust- oder Darmkrebs", sagt Dr. Michael Denkinger vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI). Sport erhöhe also nicht nur in jungen Jahren die körperliche Leistungsfähigkeit und senke das Erkrankungsrisiko, er schütze bis ins hohe Alter vor vielen chronischen Krankheiten. Beispielsweise könne Sport das Risiko für eine Osteoporose und Knochenbrüche senken, denn er erhöht die Knochendichte und verbessert das Reaktionsvermögen und die Koordinationsfähigkeit.

Trotz der nachgewiesenen positiven Wirkung auf die Gesundheit sind viel zu wenig Senioren körperlich aktiv. „Nach den Kriterien amerikanischer Sportmediziner sind von den über 70-jährigen nur noch knapp 8% der Männer und weniger als 6% der Frauen ausreichend sportlich aktiv, d.h. mindestens 30 Minuten pro Tag an 4 und mehr Tagen pro Woche", beklagt Denkinger.

Neben persönlichen psychischen Faktoren wie Angst vor Überlastung oder fehlende Motivation können eine Reihe von Barrieren ältere Menschen von sportlicher Aktivität abhalten: fehlende Angebote und Transportmöglichkeiten, eingeschränkte Beweglichkeit oder Schmerzen. „Daraus kann leicht ein Teufelskreis entstehen - wenn nämlich die fehlende Aktivität zu Organschäden und schließlich zu immer stärkerer körperlicher Behinderung führt", warnt der Altersmediziner aus Ulm.

Dabei reichen bereits leichte und kaum belastende Aktivitäten aus, um die Gesundheit im Alter stärken. Für manche Altersmediziner zählen bereits alle Bewegungen zu körperlicher Aktivität, die zu einem Anstieg des Energieverbrauchs des Körpers führen. „Man muss im Alter nicht Extrem-Sportler sein, auch Alltags- oder Freizeitaktivitäten können einen positiven Einfluss auf das Wohlbefinden haben. So kann schon ein wöchentlicher Spaziergang von etwa 1 Stunde das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken",  erklärt Denkinger.

Grundsätzlich seien alle Sportarten für ältere Menschen geeignet, die den Körper nicht übermäßig belasten: „Ausdauer-Training stärkt das Herz-Kreislauf-System und hilft, Übergewicht abzubauen. Kraft-Training stärkt Muskulatur und Knochen und kann vor Muskelschwund sowie Osteoporose schützen. Übungen, die die Beweglichkeit erhöhen, können wiederum zur Schmerztherapie und Sturzprophylaxe eingesetzt werden." Wichtig sei in jedem Fall, Umfang und Intensität mit dem Arzt abzusprechen und die Belastung nur langsam zu steigern.

WANC 17.02.09, Quelle: Berufsverband Deutscher Internisten (BDI)

 
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