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Ausdauer trainieren: Nicht gleich in die Vollen gehen (Foto: DAK/Schläger)
Fit in den Frühling

Vom Frauenjournal bis zum Hochglanzmagazin für den fitnessbewussten Herrn – fast alle Zeitschriften preisen derzeit Diäten an. Fett weg in zehn Tagen, Fit mit Karotten, Kilos purzeln lassen ohne Fett … Im Frühjahr boomt der Markt für Diäten – Jahr für Jahr. 

Mit den ersten Sonnenstrahlen wächst die Ungeduld: Jetzt aber nichts wie ran an den Speck. Denn schließlich soll der Bikini im Urlaub auch sitzen. Doch Vorsicht! Nach der monatelangen Bewegungslosigkeit kann plötzliche Aktivität kontraproduktiv wirken. Denn der Körper hat im Frühling schon viel mit sich selbst zu tun. Er stellt den Hormonhaushalt um. Außerdem benötigt er viel mehr Schlaf als sonst.

Zusätzliche Überanstrengung kann dieses Schlafbedürfnis noch stärken.
“Das heißt nicht, dass man nicht mit einem Fitness-Programm beginnen sollte”, erklärt Uwe Dresel, Sportexperte der DAK. “Es ist allerdings wesentlich gesünder und effektiver, mit einem Ausdauertraining zu beginnen statt in die Vollen zu gehen.”

Gleichzeitig wirken ausdauernde Sportarten positiv auf den Kreislauf und damit der Frühjahrsmüdigkeit entgegen. “Ideal ist Bewegung an der frischen Luft – so können Sie auch die ersten Sonnenstrahlen aufnehmen”, rät Dresel. Walking, leichtes Joggen und Radfahren sind ideal. Wer keine Möglichkeit hat, im Freien zu trainieren, sollte jetzt regelmäßig Schwimmen oder zum Indoor-Fitness-Training gehen.

Aber auch im täglichen Leben heißt es im Frühling aufwachen! Aktiv werden! “Entstauben Sie Ihr Fahrrad für den Weg zur Arbeit. Nutzen Sie den Frühjahrsputz oder die ersten Arbeiten in Ihrem Garten für ein paar Extra-Bewegungen”, so Dresel.

Wichtig: Viel Trinken. Durch die Heizungsluft und die Bewegungsarmut ist Ihr Körper ausgetrocknet. Wasser, Tee oder verdünnte Fruchtsäfte straffen die Haut und unterstützen die Wirkung des sanften Sports.

Faustformel für den idealen Puls
Man rechne 220 minus Lebensalter und nehme davon etwa 70 Prozent. Dies ergibt die Anzahl der Herzschläge pro Minute. – So lautet die Faustformel für das ideale Ausdauertraining.

Bei einem 35-Jährigen sind das circa 130 Herzschläge pro Minute. Wer so trainiert, verbrennt Fett und stärkt Ausdauer und Abwehr. Bei mehr als 30 Minuten ist der Effekt am größten.

WANC 25.03.04

 
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