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Sport ist gut für das Herz - und für das Gehirn

Sport ist gesund. Na klar. Zwei Untersuchungen aus Kanada belegen nun, dass ein intensives Training aber nicht nur dem Herz nützt. Sie konnten darüber hinaus nachweisen, dass die Bewegung auch die geistige Leistungsfähigkeit antreibt.

Dr. Martin Juneau vom Montreal Heart Institute beschreibt die Antworten, die ihm seine Testkandidaten nach einem Training gegeben haben, ganz einfach so: "Wir fühlen uns stärker." Doch dieses Gefühl bezieht sich nicht nur auf den Körper, es schließt das Gehirn mit ein. Die Erwachsenen im Durchschnittsalter von 49 Jahren trainierten zweimal in der Woche: Sie fuhren Rad und stemmten Gewichte. Dauer pro Woche: 150 Minuten.

Nach vier Monaten hatte sich deren Gewicht, der Body Mass Index, der Fettanteil im Körper sowie der Hüftumfang deutlich verringert. Außerdem hatte sich deren Fitness - gemessen an der maximalen Sauerstoffaufnahme - um 15% verbessert. Dieses Ergebnis bewertet Janeau schon als gut. Aber noch besser findet er, dass sich auch die geistige Leistungsfähigkeit der Testpersonen erhöht hatte. Und zwar in dem Maße, in dem die Personen an Gewicht verloren und an Fitness hinzu gewannen.

Ein vergleichbares Training hat Dr. Anil Nigam, auch vom Montreal Heart Institute, mit 28- bis 31-jährigen Übergewichtigen - BMI zwischen 28 und 31 - absolviert. Hier wurde allerdings das Fahrradfahren mit einem Intervaltraining - mehrfach nacheinander 30 Sekunden sprinten, dann 30 Sekunden gehen - verbunden. Auch bei diesen Testkandidaten wurde Gewichtsverlust, weniger Fettmasse und eine viel bessere Sauerstoffaufnahme sowie eine gesteigerte Insulinsensibilität - was einem verminderten Risiko für Diabetes entspricht - fest gestellt. Vor allem aber beobachteten die Ärzte, dass die Sauerstoffzufuhr im Gehirn während der sportlichen Betätigung zunahm. Das führte dazu, dass sich die Werte von Tests der geistigen Leistungsfähigkeit mit der gestiegenen körperlichen Fitness verbesserten.

Juneau betont, dass körperliche Aktivität den Unterschied dabei machen, Herzinfarkt und Schlaganfall zu vermeiden. Schon Einheiten von zehn Minuten und an mehreren Tagen in der Woche durchgeführt, könnten einen großen Nutzen bringen.


Berliner Ärzteblatt 30.10.2012/ Quelle: Canadian Cardiovascular Congress (CCC), Toronto; EurekAlert
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