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Körperlich aktiv zu sein, heißt, sein Leben zu verlängern (Foto: Stephanie Hofschlaeger  / pixelio.de)
Körperlich aktiv zu sein, heißt, sein Leben zu verlängern (Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de)
Körperlich fitte Menschen leben länger

Wer körperlich fit ist, ist gesünder. Wer körperlich aktiv bleibt, lebt länger. Wer diese Aussagen trifft, wird von allen Seiten Zustimmung erhalten. Tatsächlich sind die Zusammenhänge zwischen körperlicher Bewegung und Lebensdauer noch gar nicht so gut untersucht. Brasilianische Forscher sehen in der Fitness von Muskeln und Skelett einen der besten Hinweise auf das Sterblichkeitsrisiko. Ihren Untersuchungen zur Folge lässt sich das an der Fähigkeit ablesen, ob man freihändig vom Boden aufstehen kann.

Die Ärzte haben 2002 Erwachsene im Alter zwischen 51 und 80 Jahren über einen Zeitraum von durchschnittlich etwas über 6,3 Jahren beobachtet. In einem Test mussten die Frauen und Männer sich hinsetzen und wieder aufstehen. Diese Aktion wurde mit maximal 10 Punkten bewertet, wenn dazu keine Hilfe oder Abstützen erforderlich war. Mussten Knie, Hände oder Fremde zur Hilfe gezogen werden, gab es Abschläge. Je nachdem, wie viele Punkte die Patienten erreichten, wurden sie in vier Kategorien eingeteilt, die praktisch die "Bewegungsfitness" einstuften.

Registriert wurden 159 Todesfälle. Unter denjenigen, die gestorben waren, waren wesentlich mehr Personen aus den Kategorien mit niedrigen Werten vertreten. Das bedeutet: Personen mit wenig muskulöser Fitness und eingeschränkter Beweglichkeit sterben eher. Menschen mit hoher muskulöser Fitness und großer Beweglichkeit leben länger. Mit jeder Kategorie oberhalb der niedrigsten verringerte sich das Sterberisiko um 21%.

Das körperliche Aktivität und die Sterblichkeit zusammen hängen, hat eine Untersuchung von über 1,3 Millionen Menschen belegt. Es zeigte sich, dass Menschen, die die von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlenen Bewegungsdosen (entweder 150 Minuten pro Woche Bewegung mit mässiger Intensität oder 75 Minuten pro Woche Bewegung mit höherer Intensität) ein um 10% bzw. 11% verringerte Sterberisiko hatten. Personen, die ihr Pensum verdoppelten (entweder 300 Minuten pro Woche Bewegung mit mässiger Intensität oder 150 Minuten pro Woche Bewegung mit höherer Intensität) erreichten eine Reduzierung des Risiko um 19% bzw. 22%.

Berliner Ärzteblatt 18.01.2013/ Quelle: Eur J Prev Cardiol.; Universimed; pte
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