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Schuhe als Auslöser der Krankheit: Nicht zu eng und luftdurchlässig
Volkskrankheit Nagelpilz: Die Schuhe sind schuld

Pilzinfektionen an den Füßen und Fußnägeln sind in Deutschland eine Volkskrankheit.

Rund 30 Prozent der Erwachsenen haben Fußpilz, über zehn Millionen Deutsche leiden an Nagelpilz. Diese Zahlen wurden in München bei der 36. Wissenschaftlichen Tagung der deutschsprachigen Mykologischen Gesellschaft genannt. Hauptquelle für die Pilzerkrankungen an den Füßen seien die Schuhe, sagte Prof. Hans Christian Korting von der Poliklinik für Dermatologie der Ludwig-Maximilians-Universität München.
In den engen, feuchtwarmen Schuhen fänden Pilze ideale Wachstumsbedingungen, erklärte Korting.

Neben einer medizinischen Behandelung mit Tabletten und medizinischen Nagellacken sollten Nagelpilzpatienten in der Freizeit und zu Hause offenen Schuhe tragen. Bei Sportschuhen solle auf gute Luftdurchlässlichkeit geachtet werden. Nach Angaben von Korting ist es durch neue Medikamente möglich, bis zu 70 Prozent der Nagelpilzpatienten innerhalb von rund sechs Monaten zu heilen.

Der Dermatologe Hans Peter Seidl (München) wies auf die Gefährlichkeit von Schimmelpilzen hin. Für immungeschwächte Patienten stellten sie eine lebensbedrohende Infektionsgefahr dar. Dermatologen gehen davon aus, dass 10 bis 15 Prozent aller Allergien in Deutschland durch Sporen von Schimmelpilzen verursacht werden. Der Dermatologe Markus Ruhnke von der Berliner Charité riet allen betroffenen Patienten, mögliche Schimmelherde wie Pflanzen und Blumen in Schlafräumen, Wohnungen oder Krankenzimmern zu entfernen.

Quelle: WANC 09.02

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