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Bewegung hilft gegen Herz-Kreislauf-Probleme genauso wie Patienten, die schon darunter leiden
Bewegung hilft gegen Herz-Kreislauf-Probleme genauso wie Patienten, die schon darunter leiden
Patienten mit Herz-Kreislauf-Problemen: Sport senkt Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt

Regelmäßiges Training senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Doch das gilt nicht nur für Gesunde. Auch und besonders bei Menschen mit hohem Herz-Kreislauf-Risiko hilft Sport, die Funktion der Blutgefäße zu verbessern.
 
Die sportliche Aktivität wirkt sich direkt auf die sogenannte Mikroalbuminurie aus. Ärzte bezeichnen mit Mikroalbuminurie, dass sich im Urin erhöhte Mengen von Albumin befinden. Albumin ist ein Eiweiß, dessen erhöhte Konzentration auf verschiedene Erkrankungen hinweisen kann. Beispielsweise auf die Erkrankung der Niere oder auch Herzinfarkt, Schlaganfall und Durchblutungsstörungen. Wer an Diabetes oder Bluthochdruck leidet, trägt ein deutlich erhöhtes Risiko für eine Mikroalbuminurie.

In der sogenannten  I-SEARCH-Studie haben sich etwa ein Drittel (7.480) der insgesamt 21.978 Patienten vier oder mehr Stunden pro Woche sportlich betätigt. Sie konnten dadurch ihr Risiko, an einer Mikroalbuminurie zu erkranken, im Vergleich zu denjenigen, die sich nicht bewegten, um fast ein Viertel verringert.

Wie Sport auf Herz und Kreislauf wirkt, beschreibt der Bundesverband Deutscher Internisten so: Die regelmäßige Bewegung fordert das Herz-Kreislauf-System und sorgt dafür, dass es sich an die höhere Belastung anpasst. Das lässt sich schon an der Größe und am Gewicht des Herzens ablesen. Bei Untätigen wiegt es rund 300 Gramm, bei sportlich Aktiven bis zu 500 Gramm.

Damit kann es auch viel mehr Blut durch den Körper pumpen. Bei einem Ausdauersportler sind es bis zu 35 Liter pro Minute. Ein untrainiertes Herz schafft gerade mal 2,8 Liter pro Minute. Das Training zeigt sich auch bei der Herzfrequenz. In Ruhe schlagen Sportlerherzen zwischen 40 bis 50 mal in der Minute, bei Nichtsportlern sind es 60 bis 90 mal.



Berliner Ärzteblatt 02.05.2011/ Quelle: Pöß et al., Bei kardiovaskulären Risikopatienten ist sportliche Aktivität invers mit der Prävalenz und dem Ausmaß von Mikroalbuminurie assoziiert: Daten des I-SEARCH Registers, Abstract V909, Clin Res Cardiol 100, 2011; 77. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK)

 
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