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Handys: Können die Funkwellen das Erbgut schädigen?
Handys: Wie gefährlich sind die Funkwellen wirklich?

Sind Handys gefährlich, machen die Funkwellen krank, verursacht Elektrosmog Krebs? Die Auseinandersetzung über diese Fragen dauert an.

Immer wieder werden von Befürwortern wie Gegnern wissenschaftliche Studien ins Feld geführt, die entweder die Gefahr oder die Risikolosigkeit bestätigen sollen. Für den Verbraucher eine verwirrende Situation, weil es verlässliche Daten anscheinend nicht gibt. Was es jetzt aber gibt, ist eine neue Studie, die die Auswirkung elektromagnetischer Strahlen auf Körperzellen untersucht hat.

Zwölf Forschergruppen aus sieben EU-Ländern haben die Wirkung nieder- und hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf menschliche Zellen untersucht. Die Süddeutsche Zeitung berichtet jetzt über die ersten Ergebnisse dieser Studie: Der Einfluss von elektrischen Schwingungen führte zu Doppelstrangbrüchen und Schäden im Erbsubstanzmolekül DNS. Hans-Albert Kolb vom Institut für Biophysik der Universität Hannover, einer der zwölf Forscher, hat festgestellt: "Nach ersten Ergebnissen wissen wir sicher, dass es unter Einfluss von Magnet- oder Hochfrequenzfeldern zu Schäden an der DNS kommt und dass Stressproteine produziert werden." Falls Zellen zudem bereits geschädigt seien, werde dies durch den Einfluss der Strahlung nicht linear verstärkt, sonders steige um ein Vielfaches. Allerdings: Nur einige Zellen wurden von den Strahlungen geschädigt, nicht alle.

Was das bedeutet? Mediziner sind sich einig, dass Schäden im Ergut beim individuellen Krebsrisiko eine Rolle spielen können. Ob diese Schäden aber unweigerlich zu einer Krebserkrankung führen oder welche anderen Faktoren dabei Einfluß nehmen, darüber weiß man bisher noch immer zu wenig.

Die Süddetusche zitiert Anna Wobus vom Institut für Pflanzengenetik in Gatersleben, die für die Studie Mäuse-Stammzellen untersuchte. Sie betont die Notwendigkeit weiterer Forschung am lebenden Organismus, über Zellen in Kulturschalen hinaus. Nur so ließe sich das Krebsrisiko von mittlerweile fast 60 Millionen Handy-Nutzern in Deutschland tatsächlich abschätzen.

WANC 07.08.03

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