Fitness
Reisemedizin
Sportmedizin
 
 

Körperliche Bewegung kann vor Alzheimer, Depressionen und Schlaganfällen schützen (Foto: DAK)
Körperliche Bewegung kann vor Alzheimer, Depressionen und Schlaganfällen schützen (Foto: DAK)
Ein wenig Bewegung hilft gegen Depressionen

Sport und Bewegung können Menschen mit Depressionen helfen, besser mit der Krankheit umzugehen. Eine neue Untersuchung belegt jetzt, dass bereits eine geringe körperliche Aktivität ausreicht, um Depressionen vorzubeugen.

Bereits vor einigen Jahren zeigte eine Studie, dass sportliche Betätigung (ausgedrückt im Verbrauch von 17,5 Kilokalorien pro Kilogramm Körpergewicht in der Woche) die Schwere einer Depression verbessern kann. Im Vergleich zu einer eher ruhigen Bewegung (ausgedrückt im Verbrauch von 7,0 Kilokalorien pro Kilogramm Körpergewicht in der Woche) oder gar keiner Bewegung verbesserte sich die Depression nach 12wöchigem Training um 47%. Bei "moderater" Bewegung waren es 30%.

Jetzt kanadische Ärzte die Daten von 30 Studien ausgewertet. Dabei stellte sich heraus, dass schon eine geringe anstrengende körperliche Aktivität - z.B. Spazieren gehen oder Gartenarbeit für 20 bis 30 Minuten am Tag) eine Depression abwehren kann.

Der Berufsverband der Rehabilitationsärzte meint, dass der Sport- und Bewegungstherapie bei psychisch kranken Menschen noch viel zu wenig Beachtung geschenkt werde. Dr. Horst Haltenhof von der Abteilung Sozialpsychiatrie und Psychotherapie der Medizinischen Hochschule Hannover betont, "dass regelmäßiger, maßvoller Ausdauersport, zum Beispiel Lauftraining, bei leichten bis mittelschweren Depressionen positive Wirkungen zeigen kann, die mit denen von Medikamenten vergleichbar sind".

Es gibt auch Zweifler. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) kritisiert, Menschen, die an Bewegungsprogrammen teilgenommen hatten, im Durchschnitt über etwas weniger Beschwerden klagten als die Personen, die nicht teilnahmen und auch keine andere Behandlung erhielten. Zu einer deutlichen Abnahme der Beschwerden sei es durch die Programme nicht gekommen. Allerdings: Viele der Patienten hatte das angebotene Training nicht zu Ende geführt. Vielleicht fühlten sie sich überfordert. Dabei muss es doch gar nicht intensiver Sport sein.

 Berliner Ärzteblatt 01.11.2013/ Quelle: American Journal of Preventive Medicine

Körperliche Fitness beugt mentalen Problemen vor

Bewegung baut gegen Stress und Depressionen vor

Körperliches Fitnesstraining hält auch den Geist fit

 
Seite versenden  
Seite drucken