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Schon leichte körperliche Aktivität hilft dem Herz

Bewegung, das weiß jedes Kind, ist gesund. Denn sie hilft, das Körpergewicht zu normalisieren und Krankheiten wie Diabetes oder Herzinfarkt vorzubeugen. Doch meist wird in dem Zusammenhang ein regelmäßiges Training und sportliche Betätigung gefordert. Eine Studie belegt jetzt, dass auch ganz normale körperliche Bewegung dem Herzen gut tut. 

Sich nicht zu bewegen und nur auf der Couch rumzulungern, ist definitiv nicht gesund. Aber man muss nicht gleich zum Leistungssportler werden, um seinem Herzen und dem Kreislauf auf die Sprünge zu helfen und so die Gefahr eines Herzinfarktes zu vermindern.

In einer schwedischen Studie wurden 4232 Stockholmer Bürger/innen im Alter von 60 Jahren über einen Zeitraum von 12,5 Jahren beobachtet. In dieser Zeit erlitten 476 einen akuten Herz-Kreislauf-Vorfall, 383 verstarben an einer Erkrankung. Es stellte sich heraus, dass diejenigen, die sich nicht oder kaum bewegten im Vergleich zu denjenigen, die sich viel bewegten, dickere Bäuche und höhere Cholesterin- sowie Triglycerid-Werte hatten. Bei Männern erhöhten sich zusätzlich noch die Insulin-, Zucker- und Fibrinogenwerte (Fibrinogen steuert die Blutgerinnung, ein hoher Wert bedeutet erhöhtes Risiko für Herzinfarkt oder eine vorliegende Infektion) in einem bedenklichen Ausmaß. 

Frauen und Männer, die sich bewegten, litten auch viel seltener am metabolischen Syndrom. Sich zu bewegen bedeutete im Vergleich zu denen, die sich kaum bewegten, das Risiko für einen Herzinfarkt um 27% und das zu sterben um 30% zu vermindern.

Die Bewegung, die dabei notwendig war, hatte mit Sport treiben nur wenig zu tun. Vielmehr bedeutet Bewegung ganz alltägliche körperliche Aktivität, beispielsweise im Garten arbeiten, Heimwerken, Beeren oder Pilze sammeln. Wichtig war, dass man in Bewegung blieb und nicht untätig zuhause herum hockte. Sich ständig zu bewegen, war aber nicht nur gesünder als sich überhaupt nicht zu bewegen, sondern auch besser, als regelmäßig seine Sporteinheiten abzuarbeiten, aber ansonsten den Alltag bewegungslos zu verbringen.

Berliner Ärzteblatt 29.10.2013/ Quelle: Br J Sports Med 2013

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