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Wandern hilft, den Blutdruck zu senken (Foto: Rainer Sturm/pixelio.de)
Wandern hilft, den Blutdruck zu senken (Foto: Rainer Sturm/pixelio.de)
Wandern: Immer noch der einfachste Weg, die Gesundheit zu fördern

Spazieren zu gehen oder zu wandern, wird auch von Sportmedizinern als eine der besten und leichtesten Möglichkeiten eingeordnet, seiner Gesundheit etwas Gutes zu tun. Und das alles praktisch ohne jegliche Nebenwirkungen.

Untersucht wurden 1843 Frauen und Männern, die entweder allein oder in Gruppen in der freien Natur spazieren gehen. Das Durchschnittsalter betrug 58 Jahre, 76% waren Frauen. Festgestellt wurden Spazier-geh-Zeiten von 168 Min. innerhalb von 3 Wochen bis 8580 Min. innerhalb eines Jahres in unterschiedlicher Intensität - vom langsamem Dahinschreiten bis zum Wandern mit flottem Tempo.

Ganz deutlich stellte sich heraus, dass Wandern den Blutdruck, den Ruhepuls, das Körperfett, das Gewicht und den Cholesterinspiegel senkte. So reduzierte sich der systolische Blutdruck im Durchschnitt um 3,72 (−5.28 bis −2.17) mm Hg, der diastolische Blutdruck um 3,14 (-4,15 bis -2,15) mm Hg. Der Ruhpuls sank um 2,88 (-4,15 bis -1,64) Schläge pro Minute, das Körperfett um 1,31 (-2,1 bis - 0,52) Prozent, der BMI (Body Mass Index) um -0,71 (−2.10 bis −0.52) kg/m2 und das Cholesterin um 0,11 (−0.22 bis −0.01) mmol/L. Gleichzeitig verbesserten sich wichtige Vitalfunktionen - wie die Lungenfunktion, die Beweglichkeit sowie die generell Fitness. Spaziergänger befanden sich weit weniger häufig in depressiven Zuständen.

Die Ergebnisse der Untersuchung waren allerdings weniger deutlich positiv in den Bereichen Taillenumfang, Blutzucker und Blutfette. Voraussetzung für eine Verbesserung der Gesundheit waren eine Gehgeschwindigkeit von etwa 5 bis 8 km/h. Außerdem stellten die Sportmediziner fest, dass die Vorteile des Wanderns höher ausfielen, wenn die Menschen in Gruppen gingen. Besonders erfreulich: Wandern hat so gut wie keine Nebenwirkungen, abgesehen von einigen Stürzen auf glattem Untergrund oder über Wurzeln.

Berliner Ärzteblatt 19.01.2015/ Quelle: British Journal of Sports Medicine

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