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Mutters kleine Helfer: Zwei Drittel der Pharmaka werden Frauen verschrieben
Vor allem Frauen greifen zu Psycho-Pillen

Mother's little helper. Schon die Rolling Stones besangen sie. Tatsächlich werden die meisten Psychopharmaka für Frauen verschrieben. Doch ob die kleinen Seelenaufheller wirklich über den Tag helfen? Immerhin bergen sie ein erhebliches Suchtpotenzial.

Zwei Drittel der Rezepte für Psychopharmaka, also für alle Medikamente, die auf die Seele wirken, werden für Frauen ausgestellt. Grundsätzlich  machen Zukunftssorgen und das Gefühl von Leere beiden Geschlechtern zu schaffen. Aber: "Nett sein, nicht Nein sagen dürfen - dieser Druck lastet stärker auf Frauen", sagt Dr. Claudia Sußmann, Leiterin der Suchtberatung im Frauentherapiezentrum München. Darum leiden Frauen übrigens auch stärker unter Stress.

Psychopharmaka scheinen einen einfachen Ausweg zu bieten: So genannte Benzodiazepine (Tranquilizer, Hypnotika und Schlafmittel) zum Beispiel beruhigen, lösen Spannungen oder fördern Schlaf. Dazu kommt, dass Pillen im Gegensatz zu Alkohol oder Drogen Frauen nicht abschrecken: "Tabletten sind diskret. Wer sie nimmt, fällt nicht aus dem Rahmen", sagt Claudia Sußmann.

Rund 800.000 Deutsche greifen täglich zu Psycho-Pillen, meldet die "Für Sie". Gleichzeitig verzichten viele Menschen, deren Seele im Dauergrau versinkt, auf dringend notwendige, sinnvolle Mittel, etwa aus Angst vor Abhängigkeit oder Nebenwirkungen.

Doch die Medikamenten für die Seele unterscheiden sich teilweise erheblich voneinander. Beispiel Schlaf- und Beruhigungsmittel: "Sie können nach längerem Gebrauch süchtig machen. Deswegen sollten sie nur bei akuten Lebenskrisen und am besten nur wenige Tage eingenommen werden", betont Prof. Gregor Laakmann. Er leitet den Psychiatrischen Konsiliardienst am Münchner Klinikum Großhadern.

Anders sieht es bei Antidepressiva aus. "Die Stimmungsaufheller - egal ob pflanzlich oder synthetisch - wirken innerhalb weniger Tage bis Wochen. Erst dann sieht man, ob das Mittel die Depression ausreichend behandelt. Hat das Medikament geholfen, sollte man nach zwei bis sechs Monaten kontinuierlicher Therapie zusammen mit dem Arzt überlegen, wie es weitergeht", so  Laakmann.


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Wikipedia

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