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Kaffee schützt vor erneuter Brustkrebserkrankung

Kaffee soll Brustkrebspatientinnen davor bewahren, einen weiteren Tumor zu bekommen. Das betrifft vor allem jene Frauen, die mit Tamoxifen behandelt werden. Warum das so ist? Anscheinend kann Kaffee das Medikament Tamoxifen bei seiner schützenden Wirkung unterstützen.

An der Universität von Lund, Schweden, wurden 634 Frauen mit einer Burstkrebserkrankung untersucht. Die Hälfte dieser Frauen wurde mit Tamoxifen behandelt. Bei diesen Frauen mit östrogenrezeptorpositivem Brustkrebs soll die Hormontherapie das Östrogen blockieren und so eine Neuerkrankung verhindern. Dabei stellte sich heraus, dass die Patientinnen, die das Medikament einnahmen und zwei oder mehr Tassen Kaffee am Tag konsumierten, weniger häufig einen Rückfall erlitten. Im Vergleich zu denen, die wenig Kaffee tranken, war das Rückfallrisiko auf 40% reduziert. 

Worauf die Wirkung des Kaffees beruht, führen die Wissenschaftler auf die gleichen Verstoffwechselungswege von Koffein und Tamoxifen zurück. Beide wirken sich auf den Östrogenstoffwechsel aus und ergänzen sich offensichtlich dabei, die Produktion von krebsfördernden Stoffen zu unterbinden.

Besonders deutlich zeigte sich der Einfluss des Kaffees bei Frauen mit östrogenrezeptorpositivem Brustkrebs und einer speziellen genetischen Besonderheit. Beim Nachweis einer CYP1A2*1F C-Allele oder CYP2C8*3 bedeutete ein niedriger Kaffeekonsum ein erhöhtes Rezidivrisiko. Frauen, die mit Tamoxifen behandelt wurden und wenig Kaffee tranken, hatten im Vergleich mit denen, die viel davon zu sich nahmen, ein um das 3,49-fach erhöhte Risiko für einen erneuten Tumor. Bei Frauen mit der genetischen Besonderheit lag das Risiko der Wenigtrinker aber um das 6,15-fache höher.

Das Kaffee das Brustkrebsrisiko generell senken kann, haben Forscher der Universität Lund schon 2008 nachgewiesen. Sie untersuchten 458 Frauen, bei denen Brustkrebs diagnostiziert worden war. Frauen, die mehr als zwei Tassen Kaffee am Tag getrunken hatten, erkrankten im Durchschnitt sieben Jahre später als die, die wenig Kaffee zu sich nahmen. Allerdings galt das ebenfalls nur für Frauen mit östrogenrezeptorpositivem Brustkrebs. Allerdings macht die Form des Brustkrebs rund 70% aller Erkrankungsfälle aus.

Berliner Ärzteblatt 25.04.2013/ Quelle: Cancer Causes Control

Weitere Informationen:
Kaffee: Auswirkungen auf den Stoffwechsel
Kaffee: Manchmal Medizin
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