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Agressiver Brustkrebs: Ausbreitung unterbinden

Besonders aggressive Brustkrebsformen siedeln Krebszellen in anderen Organe ab und bilden dort Metastasen. Derartige Metastasen lassen eine echte Heilung nur noch selten zu. Bisherigen Therapien gelingt es kaum, eine Metastasierung zu verhindern. Das könnte sich ändern. Denn Wissenschaftler haben nun einen neuen Ansatz gefunden, das Ausbreiten der Brustkrebszellen zu unterbinden.

Brustkrebs ist bei Frauen die mit Abstand häufigste Krebserkrankung. Ungefähr jede zehnte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens daran. Etwa ein Viertel aller Patientinnen erkrankt an einer besonders aggressiven Form des Brustkrebses, bei der die Tumorzellen sehr häufig in andere Organe metastasieren. Die Tumorzellen der aggressiven Brustkrebsform produzieren das Protein ErbB-2, mit dem ein anderes Protein - Plexin-B1 - einher geht. Wenn in der bei jeder Brustkrebspatientin routinemäßig entnommenen Gewebeprobe ErbB-2 in den Tumorzellen nachgewiesen werden kann, müssen sich die Patientinnen einer besonderen und aufwändigen Therapie unterziehen. Trotz dieser Therapie kann das Auftreten von Metastasen nicht immer verhindert werden.

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung haben nun herausgefunden, dass Plexin-B1, die Bewegung und Wanderung der Zellen steuert. Und sie haben erkannt, wie sie das Plexin-B1 in Brustkrebszellen abschalten können. Wenn sie das taten, verloren die Zellen sofort die Fähigkeit zu wandern. Und im Tierversuch war "mit bloßem Auge zu erkennen“, dass sich die Metastasen in der Lunge verminderten. Inzwischen wissen die Forscher, dass der Zusammenhang auch beim Menschen besteht. So hatten Patientinnen mit nur geringem Plexin-B1-Gehalt im Tumorgewebe eine deutlich bessere Überlebenschance. Bis es allerdings ein Medikament gibt, dass diese Wirkung hat, wird noch einige Zeit vergehen.

wanc 02.03.2012/ Quelle: J Clin Invest 2012; doi:10.1172/JCI60568
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