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Frauen, die an Yoga oder Stretching teilgenommen hatten, berichteten von weniger belastendem Fatigue (Foto: PhotoDisc)
Yoga macht Frauen die Brustkrebsbehandlung erträglicher

Frauen, die sich wegen ihrer Brustkrebserkrankung einer Chemo- oder Bestrahlungstherapie unterziehen müssen, leiden darunter körperlich wie seelisch. Eine Hilfe beim Kampf gegen das Fatigue-Syndrom (FS - Erschöpfungs-Syndrom) kann nach Untersuchungen des Onkologen Dr. Lorenzo Cohen Yoga bieten. Die Übungen tragen dazu bei, die im Zusammenhang mit der Krankheit und Therapie entstandene Belastung zu vermindern.

Cohen hat hat insgesamt 191 Brustkrebspatientinnen untersucht. Diese wurden in drei etwa gleich große Gruppen eingeteilt: die eine führte Yoga aus, die zweite machte Streichung und die dritte gar nichts. Die jeweils einstündigen Trainingsgruppen fanden an drei Tagen pro Woche für sechs Wochen statt.

Die Wirkung ließ sich auf zwei Ebenen messen. Frauen, die an Yoga oder Stretching teilgenommen hatten, berichteten von weniger belastendem Fatigue. Doch bei Brustkrebspatientinnen, die Yoga gemacht hatten, lagen die Vorteile für die körperlichen Funktionen und die allgemeine Gesundheit noch höher. Außerdem war die Einstellung zum Leben im Vergleich zu den anderen beiden Gruppen positiver.

Darüber hinaus wurde in der Yogagruppe ein viel stärkerer Abfall der Cortisol-Werte über den Tag hinweg gemessen als bei den anderen Patientinnen. Die Ärzte erklären das als eine vorteilhafte Auswirkung von Yoga, weil diese Werte belegen, dass Yoga die Stresshormone zu regulieren hilft. Hohes Cortisol ist dagegen ein Risiko für schlechte Behandlungsergebnisse bei Brustkrebs. Grundsätzlich glauben die Wissenschaftler, dass Stressabbau und Entspannung zum besseren Wohlbefinden von Krebspatienten beitragen kann.


Berliner Ärzteblatt 06.03.2014/ Quelle: Journal of Clinical Oncology

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