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Kaffee vermindert bei Frauen das Risiko für einen Schlaganfall

Kaffee kann gegen Krankheiten wirken. Studien haben nachgewiesen, dass ein bis zwei Tassen Kaffee pro Tag das Herzinfarkt-Risiko bei älteren Patienten mit Bluthochdruck reduzieren. Der Kaffee führte außerdem zu weniger Herz-Kreislauf-Krankheiten, einer geringeren Häufigkeit von Diabetes und erhöhtem Cholesterin, einem niedrigeren Körpergewicht (BMI) und einer besseren Nierenfunktion. Jetzt haben Wissenschaftler erkannt, dass Kaffee bei Frauen das Schlaganfall-Risiko senkt.
 
Dr. Susanna Larsson vom dänischen Karolinska Institutet hat Frauen beobachtet. Genau genommen waren es 34.670 Frauen im Alter zwischen 49 und 83 Jahren. Von denen hat sie zehn Jahre lang Fragebögen über ihre Kaffeetrinkgewohnheiten eingesammelt. Und ausgewertet.

Die Arbeit hat sich gelohnt: Denn Larsson kann nun sagen, dass Frauen, die wenig oder keinen Kaffee trinken, eher einen Hirninfarkt bekommen. In der Studie traf das 1.680 Frauen.
Positiv ausgedrückt bedeutet das: Frauen, die Kaffee trinken, haben ein geringeres Risiko für Schlaganfall. Eine Tasse Kaffee bis zu fünf Tassen am Tag senkte das Schlaganfall-Risiko um 22 bis 25% gegenüber denjenigen, die keinen Kaffee tranken.

Seit einigen Jahren tauchen immer mehr Studien auf, die positive Wirkungen des Kaffees auf die Gesundheit nachweisen wollen. Ein vom Deutschen Grünen Kreuz herausgegebenes und von Prof. Dr. Jürgen Vormann geschriebenes Ärzte-Merkblatt “Präventionsmedizinische Aspekte des Kaffeekonsums“ zählt mögliche Ansätze auf: Moderater Kaffeekonsum – das sind drei bis vier Tassen am Tag -  soll das Risiko von Herzerkrankungen bei Frauen um 18% und bei Männern um 13% senken. Die Herz-Kreislauf-Sterblichkeit der Kaffeetrinker war gegenüber den Nichttrinkern um 43% vermindert, wobei dieser Effekt besonders bei den Studienteilnehmern mit noch nicht deutlich erhöhtem Blutdruck (<160 mm Hg syst., <100 mm Hg diast.) beobachtet wurde.

Kaffee soll das Risiko für Typ-2-Diabetes vermindern. Einen Schutzeffekt scheint regelmäßiger Kaffeekonsum gegenüber dem Auftreten von Krebs der Gebärmutter zu besitzen. Eine neue Studie aus Japan beschrieb eine dosisabhängige Reduzierung des Risikos um bis zu 62% bei steigendem Kaffeekonsum. Eine andere Untersuchung aus den USA belegt ebenfalls einen schützenden Effekt von Kaffee, mit einer Risikoreduzierung um bis zu 53%. Auch bei Leberkrebs scheint Kaffee einen Schutzeffekt zu entwickeln.



Berliner Ärzteblatt 13.04.2011/ Quelle: Stroke (doi: 10.1161/STROKEAHA.110.603787)
 
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