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Migräne mit Aura erhöht die Gefahr, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden (Foto: DAK/Wigger)
Migräne mit Aura erhöht die Gefahr, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden (Foto: DAK/Wigger)
Migräne mit Aura kann bei Frauen zu Herzinfarkt und Thrombose führen

Frauen, die unter einer Migräne mit Aura leiden, bekommen oft auch Probleme mit dem Herz und den Gefäßen. Eine zusätzliches Risiko für Thrombosen besteht, wenn diese Frauen moderne orale Verhütungsmittel (Pille) verwenden.

Untersucht wurden 27860 Frauen, von denen bei 1435 eine Migräne mit Aura diagnostiziert wurde. Im Beobachtungszeitraum von 15 Jahren wurden 1030 Fälle von Herzinfarkt oder Schlaganfall aufgezeichnet. Als Auslöser dieser Herz-Kreislauf-Erkrankungen stand an erster Stelle der Bluthochdruck. An zweiter folgte aber Migräne mit Aura. Zum Vergleich: Bluthochdruck sorgte für 9,8 Fälle, Migräne mit Aura für 7,9 Fälle - gerechnet wird das pro 1000 Frauen und Jahr. Diabetes (7,1), Rauchen (5,4) und Übergewicht (5,3) lagen erst dahinter.

Obwohl Migräne ein Risiko für das Herz darstellt und obwohl diese die Gefahr eines Herzinfarktes oder Schlaganfalles erhöht, sei das absolute Risiko nicht hoch, betonen die Wissenschaftler. Dennoch sollten Frauen versuchen, weitere Risiken abzuschalten: Rauchen, hoher Blutdruck, Übergewicht und zu wenig Bewegung.

In einer zweiten Beobachtung wurden 145304 Frauen, die orale Verhütungsmittel benutzten, auf Migräne untersucht. Bei 2691 wurde eine Migräne mit Aura, bei 3437 eine ohne Aura diagnostiziert. Grundsätzlich war die Gefahr für die Bildung von Blutgerinnseln bei Frauen, die die Pille nahmen und unter Migräne litten höher, als bei den Frauen, die die Pille nahmen aber keine Migräne hatten. Diejenigen mit Migräne und Aura hatten das höhere Risiko eine tiefe Venenthrombose zu bekommen im Vergleich zu denen ohne Aura. Bei denen, die neuere Generationen dieser Präparate verwendeten, stieg bei einer Migräne mit Aura das Risiko für eine Thrombose um 7,6%, bei denen ohne Aura um 6,3%.

Berliner Ärzteblatt 16.01.2013/ Quelle: American Academy of Neurology

Weitere Informationen:
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