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Ein normales Gewicht kann helfen, Knochenbrüche zu vermeiden (Foto: Rainer Sturm/ pixelio.de)
Ein normales Gewicht kann helfen, Knochenbrüche zu vermeiden (Foto: Rainer Sturm/ pixelio.de)
Inwieweit das Gewicht für Knochenbrüche verantwortlich ist

Das Körpergewicht hat hat Einfluss auf die Gefahr, einen Knochenbruch zu erleiden. Ursache für Knochenbrüche ist oft Knochenschwund, auch Osteoporose genannt, der bei Frauen nach den Wechseljahren besonders häufig auftritt. Dabei stellte sich heraus, dass Untergewicht viel eher ein Risiko darstellt.

Beobachtet wurden 52.939 Frauen über einen Zeitraum von drei Jahren. In dieser Zeit ereigneten sich 3.629 Frakturen. Je niedriger der Body Mass Index (BMI) war, desto häufiger traten Wirbelkörperbrüche, Schenkelhalsbrüche und Unterarmbrüche auf. „Untergewicht ist ein Risikofaktor für Osteoporose und begünstigt osteoporotische Brüche“, so Prof. Dr. Johannes Pfeilschifter, Chefarzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie am Alfried Krupp Krankenhaus Essen-Steele. Auch die Körpergröße hatte einen Einfluss auf das Knochenbruchrisiko hat. Mit einer höheren Körpergröße verringerte sich die Häufigkeit von Oberarm-, Schulter- und Schlüsselbeinbrüchen. Das hatten die Wissenschaftler eigentlich anderes erwartet. 

Auch wenn sich bei Frauen mit einem BMI oberhalb von 30 Brüche in Folge von Osteoporose etwas seltener als bei den Frauen mit einem BMI zwischen 18,5 und 30 ereigneten, hat ein "normales" Körpergewicht Vorteile. Letztendlich lag die Zahl aller Knochenbrüche in  beiden BMI-Kategorien ähnlich hoch, da mit steigendem Körpergewicht Brüche anderer Knochen, vor allem Knöchelbrüche, häufiger auftraten. Bei den übergewichtigen Frauen war auch die durchschnittliche Dauer eines Krankenhausaufenthalts bei einem Bruch länger als bei den normalgewichtigen Frauen.

Optimal zur Vermeidung von Knochenbrüchen erscheint den Ärzten ein BMI von 18,5 bis 25,0 zu sein. Schlanke Frauen sollten nach den Wechseljahren eine Risikoabschätzung für Osteoporose vornehmen zu lassen.

Berliner Ärzteblatt 18.10.2013/ Quelle: Journal of Bone and Mineral Research 2013

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