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Stress erhöht bei Frauen die Gefahr für Alzheimer

Frauen, die in der Mitte ihres Lebens Stress ausgesetzt sind, scheinen im Alter besonders gefährdet, an einer Demenz zu erkranken. In einer Studie der Göteborgs Universitet bekamen Frauen, die mit Ereignissen wie einer Scheidung oder einem Trauerfall zurechtkommen mussten, Jahrzehnte später Alzheimer. Je mehr diese Ereignisse die Frauen stressten, umso größer war auch das Demenzrisiko.

Untersucht wurden 800 Frauen, die zwischen 1914 und 1930 geboren worden waren und seit 1968 für mindestens 38 Jahre beobachtet wurden. Bei diesen Frauen wurden in regelmäßigen Abständen 18 Stressfaktoren erhoben. Insgesamt entwickelten 153 Frauen eine Demenz, bei 104 davon handelte es sich um Alzheimer.

Es offenbarte sich ein Zusammenhang zwischen der Zahl der Stresserfahrungen sowie der gefundenen Stressfaktoren und der Wahrscheinlichkeit, eine Demenz zu bekommen. Je nach Zahl der auftretenden Stressfaktoren erhöhte sich das Erkrankungsrisiko für eine Demenz allgemein um 15 bis 27%, speziell für Alzheimer um 20 bis 35%.

Daneben fanden die Wissenschaftler aber noch einen weiteren Faktor, der die Alzheimerentstehung beförderte: die Dauer der Stressbelastung. Lang anhaltender Stress erhöhte das Risiko für Alzheimer um zwischen 58 und 145% und zwar abhängig davon, wie lange er andauerte. Klar ist im übrigen nicht, ob dieser Zusammenhang auch bei Männern besteht. Das soll noch erforscht werden.

Das Team um Lena Johansson geht davon aus, dass Stresshormone für das Ausbrechen einer Demenz verantwortlich sein könnten. Denn Stresshormone können im Körper einiges verändern. Beispielsweise schädigen sie das Gehirn, sie erhöhen aber auch Blutdruck und Blutzucker. Diese Schäden können auch noch Jahre nach der Stressbelastung auftreten.

Berliner Ärzteblatt 01.10.2013/ Quelle: BMJ Open

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