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Frisch geerntete Cranberries: Antibiotische Wirkstoffe (Foto: PhotoObjects)
Cranberries: Natürliches Antibiotikum gegen Harnwegsinfekte

Täglich Cranberries essen, senkt das Risiko für Harnwegsinfekte. Verantwortlich dafür ist der sekundäre Pflanzenstoff Proanthocyamid. Er bewirkt, dass bestimmte Bakterien, auch antibiotikaresistente Stämme, sich nicht mehr an den Schleimhäuten der Harnwege festsetzen und Infektionen auslösen können.

Die Cranberries aus Amerika vermögen durch antibiotisch wirkende Inhaltsstoffe das Risiko für Harnwegserkrankungen zu reduzieren, informiert Lina Kamphausen von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik. Viele Frauen kennen das schmerzhafte Gefühl einer Blasenerkrankung. Dieser Infektion können sie durch regelmäßigen Verzehr von Cranberries vorbeugen, so das Ergebnis einer finnischen Studie an der Universität Oulu.

Die Cranberry wird in Deutschland auch als Moosbeere oder Kranichbeere bezeichnet und ist mit der einheimischen Preiselbeere verwandt. Die bis zu 2 Zentimeter große Cranberryfrucht ist je nach Sorte leuchtend rot bis dunkelrot gefärbt. Die Kultivierung der Cranberry erfolgt in den Nordstaaten der USA und im Süden Kanadas, geernet wird sie in den Monaten September bis Dezember. Jedoch sind Cranberries tiefgefroren und getrocknet das ganze Jahr bei uns erhältlich, weiß Kamphausen.

Cranberries lassen sich roh, als Fruchtsaft, Kompott oder Konfitüren verzehren. Gourmets schätzen Saucen auf Basis von Cranberries zu Wild- und Geflügelgerichten.

Die Früchte enthalten viele gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe wie beispielsweise den sekundären Pflanzenstoff Proanthocyamid, der für die Gesunderhaltung der Harnwege verantwortlich ist. Diese Substanz bewirkt den Anti-Adhäsions-Effekt, das heißt bestimmte Bakterien, auch antibiotikaresistente Stämme, können sich nicht mehr an den Schleimhäuten der Harnwege festsetzen und Infektionen auslösen. Möglicherweise funktioniert der gleiche Effekt auch in Mundhöhle und Magen.

Cranberries weisen zudem noch andere wertvolle Inhaltsstoffe auf wie die Antioxidanzien Anthocyamin und Vitamin C, die freie Radikale unschädlich machen und Zellschäden entgegen wirken. In den Samen der Cranberries finden sich daneben auch lebenswichtige Omega-3-Fettsäuren sowie Vitamin E, die für die Gesunderhaltung des Herzens wichtig sind.

WANC 01.03.05
Blasenentzündung: Schmerzhafte Infektion

Innovationsreport

Alternativmedizin: Großes Interesse, wenig Informationen

 
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