Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Bienen auf Wabe
Insekten: Die von ihnen zur Krankheitsabwehr verwendete antimikrobielle Sekretion soll bei der Entwicklung neuer Medikamente helfen
Bienen helfen neue Antibiotika zu entwickeln

Infektionskrankheiten, die von medikamentenresistenten Bakterien verursacht werden, sind jedes Jahr für mehrere Millionen Todesfälle verantwortlich. Jetzt sollen Bienen bei er Suche nach wirkungsvolleren Antibiotika helfen.

Die Entwicklung neuer Antibiotika ist eine der dringlichsten Aufgaben der medizinischen Forschung, sagen Wissenschaftler. Die Macquarie University setzt jetzt das sogenannte Bioprospecting ein, um neue Wirkstoffe zu finden. Was ist Bioprospecting? Damit sind Wirkstoffe gemeint, die von lebenden Organismen produziert werden und für medizinische Zwecke einsetzbar sind.

Während eine große Anzahl gegenwärtig verwendeter Antibiotika von Bodenmikroben abgeleitet wurden, sehen die Wissenschaftler des Macquarie Key Centre for Biodiversity and Bioresources in Insekten den Schlüssel für die Entwicklung der notwendigen stärkeren und vielseitigeren Antibiotika. Sozialen Insekten kommt dabei gegenüber solitären Insekten eine besonders große Bedeutung zu.

Insektenstaaten bieten ideale Bedingungen für die Ausbreitung ansteckender Krankheiten. Sie sind durch Überbevölkerung und geringe genetische Variation gekennzeichnet, was die Übertragung von Krankheiten innerhalb solcher Kolonien schnell ausufern lassen kann. Um unter diesen Bedingungen zu überleben, mussten soziale Insekten Methoden entwickeln, die die Ausbreitung von Krankheiten aufhalten.

Dabei am meisten verbreitet ist die antimikrobielle Sekretion. Auch wenn diese als Abwehrmechanismus im Tierreich bekannt ist, wurde bisher nie untersucht, ob diese stärker ist, wenn das Krankheitsrisiko aufgrund der Größe oder des Sozialitätsgrades der Gruppe ansteigt. Die Forscher konnten zeigen, dass ein starke Zusammenhang zwischen Gruppengröße und dem Grad der genetischen Verwandtschaft auf der einen Seite und verbesserten antimikrobiellen Eigenschaften auf der anderen Seite besteht.

Die Wissenschaftler wählten für ihre Untersuchungen Bienen, da diese auf mehreren Ebenen der Sozialitätsstufen von Insekten zu finden sind, die von solitär über semi-sozial bis hin zu hochsozialen, so genannten eusozialen Kolonien reichen. Sie entdeckten, dass das antimikrobielle Sekret selbst bei der primitivsten semi-sozialen Bienenart um ein Vielfaches stärker war, als bei einer solitären Art. In weiteren Schritten sollen die Untersuchungen nun auf wirbellose Tiere, wie Wespen und Thripse ausgeweitet werden, um zu prüfen, ob das entdeckte Phänomen auch bei anderen Gruppen existiert.

WANC 06.08.07

Infektionen in Krankenhäusern: Zunehmend machtlos

Antibiotika: Resistenzen nehmen mit dem Maße des Gebrauchs zu

 
Seite versenden  
Seite drucken