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Heilende Nadeln: Weniger Schmerzen und Schmerzmittel (Foto: DAK/Wigger)
Akupunktur: Halbiert Schmerzen und Schmerztage

Am Thema Akupunktur schieden sich bisher die Geister: Für die einen war die Therapie, bei der Yin und Yang im Mittelpunkt stehen, den westlichen Behandlungsmethoden weit überlegen. Für andere war sie nichts als Humbug und wirksam vor allem, wenn die Patienten daran glauben.

Die Nachfrage nach Heilungsmethoden, die außerhalb der Schulmedizin liegen, wird immer größer. Für die Studie des Zentrums für naturheilkundliche Forschung der Technischen Universität München haben sich seitdem über 500.000 Patienten und rund 10.000 qualifizierte Ärzte bundesweit zur Verfügung gestellt. Es konnten nur Ärzte teilnehmen, die die Qualitäts-Kriterien der Ärztekammer Westfalen-Lippe erfüllt haben. Dazu gehörte beispielsweise das so genannte A-Diplom mit 140 Übungsstunden. Mehr als ein Viertel der Akupunkteure war sogar besonders geschult: Sie konnten das B-Diplom mit insgesamt 350 Übungsstunden vorweisen.

Das Modellvorhaben wird erst im Januar 2009 abgeschlossen sein. Doch die ersten Ergebnisse zur Wirksamkeit der Akupunktur liegen jetzt bereits vor. Die Untersuchungen konzentrierten sich auf Patienten mit chronischen Erkrankungen: Migräne, Arthrose und Schmerzen der Lendenwirbelsäule.

Der Versuch ergab: Ihnen konnte Akupunktur signifikant helfen, die Intensität der Schmerzen und die Zahl der Schmerztage halbierten sich gegenüber der Gruppe der Nichtpunktierten. Ein positives Ergebnis - sowohl aus Sicht des chronisch Kranken, der weniger Schmerzmittel einnehmen muss und Lebensqualität hinzu gewinnt - als aus ökonomischer Sicht einer Krankenkasse: Auch die Krankenkassen können so Kosten für Arztbesuche und Rezepte einsparen.

Ein zweites – überraschendes - Ergebnis der Studie: die Minimal- oder Scheinakupunktur, mit der die Kontrollgruppe behandelt wurde, war bei Kopfschmerzen und Beschwerden der Lendenwirbelsäule fast ebenso erfolgreich. Hier drängt sich Skeptikern sofort die Frage auf: Beruhen die guten Ergebnisse vielleicht nur auf dem Placebo-Effekt? Konnte der Glauben der Patienten an die traditionelle chinesische Medizin so große Berge versetzen?

In der Schulmedizin fordern wir für jede neue Therapie wissenschaftliche Beweise. Dieser Prüfung muss sich auch die Akupunktur stellen. Sonst wird auch der Gemeinsame Bundesausschuss Akupunktur nicht als neue Leistung der gesetzlichen Krankenkassen zulassen. Darum ist es Aufgabe der beteiligten Wissenschaftler, heraus zu finden, wie Akupunktur nachweisbar wirkt.

WANC 08.01.04/DAK

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Akupunktur Information

Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur e. V.

 
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