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Ginseng-Wurzel: Die vier verschiedenen Ginseng-Arten weisen sehr unterschiedliche Proportionen von zwei Schlüsselelementen auf
Ginseng: Die zwei Seiten der Gesundheitswurzel

Ginseng kann Blutgefäße wachsen und schrumpfen lassen. Was die Wurzel bewirkt, hängt davon ab, welche der vier Arten man verwendet. Diese unterscheiden sich nämlich durch die Zusammensetzung bei zwei Wirkstoffen.

Internationale Wissenschaftler haben bei der Untersuchung von Ginseng eine interessante Entdeckung gemacht: Die Wurzel kann sowohl Blutgefäße zum Wachsen als auch zum Erliegen bringen. Beide Prozesse haben in der Medizin einen großen Nutzen. Nun beschreiben die Forscher erstmals den Grund dieses "Dualismus" und fordern zugleich strengere Kontrollen für Pflanzenheilmittel, berichtet das
Massachusetts Institute of Technology (MIT).

Die Gründe für diese unterschiedlichen Wirkungsweisen finden sich in den chemischen Besonderheiten der vier verschiedenen Ginseng-Wurzel-Arten: dem Amerikanischen, dem Chinesischen, dem Koreanischen und dem Sanqi. Alle vier weisen sehr unterschiedliche Proportionen von zwei Schlüsselelementen auf. Weitergehende Studien haben gezeigt, dass der eine Wirkstoff Blutgefäße zum Wachsen anregt, der andere genau das Gegenteil bewirkt. Hinzu kommt noch, dass die Weiterverarbeitung des Extrakts große Auswirkungen auf die Wirkungsweise hat. "Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass wir ein genau geregeltes Therapiemodell für Pflanzenwirkstoffe brauchen", so Ram Sasisekharan von der Biological Engineering Division am MIT.

Schon im Vorfeld dieser Untersuchung haben Wissenschaftler immer wieder gefordert, pflanzliche Heilstoffe genau zu untersuchen, ehe sie in den Verkauf gelangen. Damit soll verhindert werden, dass unerwünschte und sogar gefährliche Nebenwirkungen auftreten. Umgekehrt haben diese Untersuchungen aber auch gezeigt, dass Pflanzen als Heilmittel über ein riesiges Potenzial verfügen.

WANC 07.09.04/pte
Pharmakobotanik

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