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Zistrose
Cistus-Strauch: Heilvermögen wieder erkannt
Radikaler Radikalenfänger: Die Blätter des Cistusstrauches

Freie Radikale können unsere Gesundheit in vielfältiger Weise beeinträchtigen. Antioxidantien haben die hilfreiche Eigenschaft, diese freien Radikalen unschädlich zu machen. Die Blätter des Cistus-Strauches können das sehr wirksam.

Rotwein, grüner Tee und auch Bitterschokolade werden gern empfohlen, wenn es um die Steigerung von Antioxidantien (Fänger freier Radikale) im Blut geht. Die Bedeutung der so genannten Polyphenole bei der Verlängerung der Lebensspanne von menschlichen Zellen haben Forscher von der Harvard Medical School in Boston (Massachusetts) jetzt noch einmal bestätigt. Sie können den Reparaturmechanismus geschädigter Zellen ankurbeln und schützen so vor Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Kaum bekannt ist dagegen, dass die Blätter des Cistus-Strauches der radikalste Radikalenfänger sind. Aus den Blättern des Strauches (Cistus incanus ssp. tauricus) kann ein wohlschmeckender, goldgelber Tee gewonnen werden kann. Nach einer Untersuchung des LEFO-Instituts für Lebensmittel und Umweltforschung (Ahrensburg) verfügt Cistus-Tee über ein mehr als vierfach höheres antioxidatives Potential als Rotwein, auch grüner Tee kann im Vergleich nur etwa ein Drittel der Menge bieten.

Der rosablühende, in Griechenland beheimatete Jungbrunnenstrauch - bei uns auch unter dem Namen Zistrose bekannt - fand sich früher in den meisten mitteleuropäischen Klostergärten, wo seine aromatisch duftenden Blätter sowohl wegen ihrer entgiftenden Wirkung als auch als Stärkungsmittel geschätzt wurden. Nachdem er lange Zeit in Vergessenheit geraten war, haben jüngere wissenschaftliche Untersuchungen sein verborgenes Heilvermögen wieder ans Licht gebracht.

Cistus wird inzwischen auch bei Allergikern mit Erfolg angewendet. Die beim LEFO-Institut gemessenen Werte stempeln die Zistrose zur einer polyphenolreichen Pflanze.

WANC 07.11.03

ORF Magazin

Ärztezeitung

 
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