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Baum
Weihrauchbaum: Wirksam sind die enthaltenen Boswelliasäuren
Weihrauch gegen Rheumabeschwerden

Manchen Menschen ist er nur aus der katholischen Kirche geläufig. Doch Weihrauch hat auch eine ungewöhnlich lange Tradition in der Erfahrungsmedizin. Das helle Harz der Weihrauchbäume hat selbst nach modernen Erkenntnissen zahlreiche gesunde Eigenschaften.

Die heilende Kraft des Weihrauch wirkt gegen viele Erkrankungen. Klinische Studien belegen, dass die im Weihrauch enthaltenen Boswelliasäuren (pentazyklische Terpentene) Entzündungen hemmen, indem sie diejenigen Enzyme (Leukotriene) im Körper blockieren, die die infektiösen Prozesse z.B. bei Rheuma in Gang setzen. Seit kurzem weiß man, dass Weihrauchextrakte sogar gegen eine spezielle Art von Hirntumoren wirkt. Weihrauch ist daher eine willkommene Alternative zu den üblichen Schmerzmitteln und Antirheumatika.

Der Pharmakologe Prof. Dr. Hermann P.T. Ammon, Pharmazeutisches Institut der Universität Tübingen, beschäftigt sich schon lange mit der Wirkung der Boswelliasäuren. Er sagt, dass „Weihrauch im rheumatisch entzündeten Areal schonend und effektiv wirkt. Er lindert die Schmerzen, wirkt abschwellend und entzündungshemmend.“ 

Der Wiener Arzt Dr. Gerhard Hubmann kann über deutliche Verbesserungen von perifokalen Ödemen bei Patienten mit Glioblastomen oder Astrozytomen berichten: „Die Ödeme gingen deutlich zurück, sodass wir die vielfach mit Nebenwirkungen begleitete Kortison-Therapie stark reduzieren konnten.“ 

Ammon erklärt, wie Weihrauch wirkt: „Alle bisher durchgeführten Studien deuten darauf hin, dass mit Weihrauchextrakt und den daraus isolierten Boswelliasäuren ein äußerst wirksames Prinzip zur Behandlung verschiedenster entzündlicher Krankheiten vorliegt“.

Ursprünglich kommt die Anwendung von Weihrauch aus der indischen Naturheilkunde Ayurveda und wird dort seit über 5000 Jahren traditionell zur Stärkung der Gehirnfunktion, Behandlung von Psychosen und zur Hemmung von entzündlichen Erkrankungen eingesetzt. Der Trockenextrakt des Harzes wird Ölen, Pflastern und Pulvern beigemengt.

Schon in alten medizinischen Schriften wird die Heilkraft bei rheumatischen Erkrankungen, chronischer Bronchitis, Asthma, bei Darmentzündungen und Hautkrankheiten beschrieben.

Die Ägypter verwendeten Weihrauch zum Einbalsamieren, sowie als Räucher- und Desinfektionsmittel. In der frühen christlichen Kultur wurde die Verwendung von Weihrauch zunächst als heidnisch verbannt. Erst seit dem 4. Jahrhundert unter dem römischen Kaiser Konstantin wurde Weihrauch auch in der römischen und griechischen Kirche verwendet.

Gleichzeitig erkannte man die positiven Wirkungen von Weihrauch in der Volksmedizin. In den Schriften des griechischen Arztes Hippokrates zählt Weihrauch sogar zu den am häufigsten empfohlenen Heilmitteln. Heute sind die Inhaltsstoffe des Weihrauchs fester Bestandteil der Ganzheitsmedizin, aber immer noch Gegenstand intensiver Forschung.

WANC 10.11.05
Heilpflanzen gegen Rheuma

Rheuma-Ratgeber

 
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