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Blutgerinnsel im Kopf: Blut flüssig halten
Fledermaus-Enzym soll Schlaganfall-Behandlung verbessern

Neue Hoffnung für Schlaganfallpatienten: Ein Enzym aus dem Speichel von Vampirfledermäusen soll die Behandlung entscheidend verbessern. Nach Angaben des Aachener Biopharma-Unternehmens Paion GmbH kann das Blutgerinnsel im Gehirn mit Hilfe dieser Substanz Stunden nach dem Schlaganfall ohne das Risiko weiterer Schädigungen aufgelöst werden. Nach ersten Erkenntnissen aus der laufenden klinischen Studie kann einem Großteil von Patienten der Rollstuhl erspart bleiben. Das Medikament soll 2006 auf den Markt kommen.

Bei 80 Prozent der Patienten wird der Schlaganfall erst drei bis neun Stunden später diagnostiziert, so Geschäftsführerin und Medizinerin Mariola Söhngen. Mit dem neu entwickelten Medikament haben Ärzte zum ersten Mal die Möglichkeit, das Blutgerinnsel im Kopf auch nach dieser Zeit aufzulösen und den Blutfluss wieder in Gang zu setzen. Dabei nutzten die Wissenschaftler die Eigenschaften des Speichels der Vampirfledermaus. Die Fledermaus hält das Blut ihrer Opfer mit einer Substanz ihres Speichels flüssig. Auf den Menschen angewendet kann dieses Enzym zu einer deutlichen Schadensbegrenzung im Gehirn führen.

Beim Schlaganfall blockiert ein Gerinnsel den Blutzufluss zum Gehirn. Ein Teil des Gewebes stirbt ab. "Ein zweiter Teil des Gehirns kann aber relativ lange die Luft anhalten", sagte Söhngen. Dieses Gewebe kann sich nach Auflösung des Gerinnsels erholen. In der laufenden Studie zeichnet sich ein wesentlicher Erfolg ab: "Wir können so einen Großteil der Patienten vor dem Rollstuhl bewahren", sagte die Medizinerin.

WANC 10.02.03

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