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Bärlauch: Verhindert, dass das Cholesterin oxidiert (Foto: Dr. Pandalis)
Bärlauch kann Arteriosklerose bremsen

Bärlauch erhöht die Fließeigenschaften des Blutes und fördert damit die Durchblutung. Die Pflanze hilft auch gegen Arteriosklerose, was Studien belegen. Doch die heimische Waldpflanze verfügt darüber hinaus über ein noch breiteres Wirkspektrum.

"In Deutschland stehen die Arteriosklerose und ihre Komplikationen an der Spitze der Todesursachenstatistik", mahnt Prof. Dr. Horst Robenek vom Institut für Arterioskleroseforschung der Universität Münster. Ein hoher Prozentsatz der über 60-Jährigen ist von der chronisch fortscheitenden Erkrankung betroffen, bei der sich die Gefäße durch die Ablagerung von Stoffwechselprodukten zunehmend verengen. Als Ursache für die Krankheit wird bislang vor allem das Cholesterin verantwortlich gemacht.

Doch normale Blutfette allein sind nicht entscheidend: "Zu gefährlichen Gefäßablagerungen kommt es erst, wenn das Cholesterin oxidiert", so Arteriosklerose-Spezialist Robenek weiter. "Das geschieht vor allem, wenn im Körper viele freie Radikale aus Stoffwechselreaktionen oder durch Umweltbelastungen, wie Autoabgase oder Gifte aus der Nahrung vorhanden sind."

Er fand heraus, das Bärlauch das Cholesterin vor dem Oxidieren, also vor chemischer Veränderung, schützt. Gleichzeitig verhindert der Bärlauch, dass bereits oxidiertes Cholesterin in die Freßzellen (Makrophagen) aufgenommen wird. "Bärlauch Frischblatt Produkte sind Arteriosklerose-Patienten daher als Radikalfänger zu empfehlen. Sie sind frei von Nebenwirkungen und fuchsbandwurmgeprüft", berichtet Prof. Robenek. 

Übrigens: Der kleine Fuchsbandwurm (echinococcus multilocularis) breitet sich in unseren Wäldern immer mehr aus. Wer frischen Bärlauch ernten möchte, sollte sich daher über die aktuelle Fuchsbandwurmgefahr in der entsprechenden Region gründlich informieren.  Vorsicht bei der Ernte auch aus einen anderen Grund. Der Bärlauch ähnelt im Blatt sehr dem Maiglöckchen. Man kann die beiden Pflanzen am besten unterscheiden, wenn man das Blatt zwischen den Finger reibt. Bärlauch riecht dann ähnlich wie Knoblauch. Ansonsten bieten Apotheken Bärlauch Frischblatt Granulate an.

Über den Bärlauch
Der Bärlauch verfügt über ein reichhaltiges Angebot von Inhaltsstoffen. Die Blätter verfügen beispielsweise über die bei Pflanzen höchsten Konzentrationen an Schwefelverbindungen, Magnesium, Mangan und Adenosin. Darüber hinaus bietet Bärlauch Eisen sowie Glutathion, Cystein und Cystein-S-oxide. Durch das Abschneiden der Blätter entwickeln sich bestimmte Enzyme, wie Sulfensäuren mit ihrer antibakteriellen und antimykotischen Wirkung.

Die vielen Inhaltsstoffe verleihen dem Bärlauch sein breites therapeutisches Einsatzgebiet. Vor allem fördert er die Durchblutung, wozu es Studien der Universität Homburg/Saar gibt. Seine positiven Eigenschaften soll er gegen die verkalkung von Arterien, zum Schutz des Herznes, zur Förderung der Verdauung, bei Entgiftungskuren, zur Stärkung des Immunsystems und gegen Schwindelanfälle sowie störende Ohrgeräusche (Tinnitus aurium) entfalten. Auch bei der Bekämpfung von Schmerzen, unter anderem bei rheumatischen Erkrankungen, soll Bärlauch hilfreich sein.

WANC 11.03.04

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