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Akupunktur verringerte die Migräneattacken um knapp die Hälfte (Foto: TK)
Akupunktur lindert Migräne

Die bislang größte Akupunkturstudie bei Migränepatienten belegt den schmerzlindernden Nutzen der fernöstlichen Nadelbehandlung. Akupunktur kann die Migräneattacken um rund die Hälfte verringern.

Schmerzen, Übelkeit, Sehstörungen - rund 10 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter diesen Migränesymptomen. Medikamente können helfen, doch der Effekt ist oft unbefriedigend und die Nebenwirkungen abschreckend.

Inzwischen suchen viele schmerzgeplagte Patienten Hilfe bei einem Akupunkteur. Ein Manko hat die fernöstliche Methode in den Augen vieler Ärzte: Ihre Wirksamkeit ist nicht ausreichend belegt. Eine Gruppe von Krankenkassen startete deshalb eine großangelegte Studie, die den schmerzlindernden Nutzen der Akupunktur wissenschaftlich überprüfen sollte.

Das Ergebnis beschreibt Dr. Klaus Linde vom Zentrum für naturheilkundliche Forschung des Klinikums rechts der Isar: Akupunktur verringerte die Migräneattacken um knapp die Hälfte. Jedoch spielte es dabei keine Rolle, ob die Akupunkturnadeln gemäß der traditionellen chinesischen Lehre gesetzt wurden oder wenige Zentimeter davon entfernt.
Dieses Resultat deckt sich mit den Erfahrungen aus einer früheren Akupunkturstudie. Im letzten Jahr wiesen Wissenschaftler den Nutzen der Nadelbehandlung bei chronischen Kreuz- und Rückenschmerzen nach. Die Akupunktur wirkte sogar deutlich besser als die schulmedizinische Behandlung mit Massagen, Krankengymnastik und Medikamenten. Doch auch hier galt: Die Nadelstiche halfen, der genaue Ort der Nadelung war zweitrangig.

Das wirft zwei Fragen auf, die erst durch weitere Studien beantwortet werden können: Spielt der Ort der Nadelung wirklich keine Rolle, oder sind die wirksamen Akupunkturzonen nur weitaus großflächiger als von der traditionellen chinesischen Medizin angenommen? Beruht die Wirkung der Akupunktur möglicherweise auf einem Placeboeffekt?

Diese zweite Vermutung trifft bei Dieter Melchart, Leiter des Zentrums für naturheilkundliche Forschung im Klinikum rechts der Isar, auf Skepsis: "Die Akupunktur ist mehr als eine Placebopille. Die Nadelreize lösen vermutlich im Gehirn spezifische Vorgänge aus, die unsere Schmerzwahrnehmung drosseln. Hinzu kommt der psychologische Effekt der intensiven Betreuung durch den Therapeuten und die Entspannung, die der Patient während der Behandlung erfährt."

WANC 11.05.05
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