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Blähungstreibende Heilpflanzen: Bereits fünf bis 15 Minuten nach Einnahme stellt sich die Wirkung ein (Foto: DAK/Wigger)
Blähungen: Hilfe durch Heilpflanzen

Wenn der Bauch sich bläht, vertrauen viele auf die Hilfe durch Heilpflanzen. Kümmel, Fenchel oder Anis wurden schon vor Jahrtausenden geschätzt. Ihr Vorteil: Sie wirken schon nach fünf bis 15 Minuten.

Jeder hat es schon mal erlebt: Wenig Zeit, hastig das Essen runtergeschlungen und ein Bauch, der drückt und sich bläht. Verkrampft versucht man die Gase, die sich einen Ausgang suchen, zurückzuhalten. Die Einsicht bleibt: Sich das nächste Mal entweder mehr Zeit zum Essen einzuräumen oder weniger zu konsumieren, wenn es mal wieder schnell gehen muss.

"In der heutigen Zeit ist es leider nicht immer selbstverständlich, sich ausreichend Zeit zum Essen zu nehmen oder gar sorgfältig zu kauen" meint Ursel Bühring in der 'Zeitschrift für Phytotherapie'. Aber nicht nur zu hektisches Essen können für unangenehme Bläherscheinungen verantwortlich sein.

Die Ursachen sind vielfältig: Sie reichen von blähenden Speisen, Verdauungsstörungen oder Verstopfungen über entzündliche Darmkrankheiten und bakterielle Fehlbesiedelungen des Darmes bis hin zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten, falschen Medikamenten oder dem Reizdarmsyndrom. "Die ‚blähenden’ Folgen sind für die Betroffenen oft quälend, die entstehenden Darmgeräusche werden zum Teil mühsam und unter Schmerzen unterdrückt", so Bühring.

Viele Patienten die unter Meteorismus, der Blähsucht, leiden, vertrauten auf die Wirkung von Naturheilmitteln, weiß die Expertin der Freiburger Heilpflanzenschule aus Erfahrung. Die Heilkraft von Kümmel, Fenchel oder Anis wurde schon vor Jahrtausenden geschätzt. So vertrauten die alten Hochkulturen Ägyptens, Chinas und Arabiens beispielsweise auf die krampflösende Wirkung des Fenchels.

In der Kinderheilkunde wird Fencheltee bevorzugt bei Dreimonatskoliken von Säuglingen eingesetzt. Anis, der weißblühende Doldenblütler aus dem Orient, hielt schon bei den Römern Einzug in die gehobene Küche. In der heutigen Zeit findet er hauptsächlich in Weihnachtsgebäck oder Brot Verwendung. Anis ist weniger krampflösend als Fenchel, wirkt aber antibakteriell und steigert die Speichel- und Magensaftsekretion.

Der Vorteil der Karminativa, der blähungstreibenden Heilpflanzen, sei, so Bühring, ihre schnelle Wirkung. Bereits fünf bis 15 Minuten nach Einnahme eines Karminativums komme es zu einer Gas- oder Flüssigkeitsausstoßung aus dem Magen.

"Es wird vermutet, dass die ätherischen Öle den Druck des Speisenröhrenschließmuskels herabsetzen", so die Autorin. Es komme zu einem Druckausgleich zwischen Mageninnenraum und Speiseröhre, der zum Aufstoßen führen kann. Zusätzlich regten die Karminativa eine vermehrte Durchblutung der Magenschleimhaut an und lösten ein wohltuendes Wärmegefühl im Körper aus.

WANC 15.04.05
Quelle: Ursel Bühring: Problemfall Blähungen, Zeitschrift für Phytotherapie 2005; 26: 27-29
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