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Chili
Chili: Schärfe lässt Prostatatumoren schwinden (Foto: pte)
Chili treibt Krebszellen in den Selbstmord

Jener Stoff, der dafür sorgt, dass Chili so scharf ist, schafft es, Prostatakrebszellen zum Selbstmord zu bringen, berichtet das Wissenschaftsmagazin Cancer Research Journal.

Tests haben gezeigt, dass Capsaicin – das ist der Stoff - dazu führt, dass fast 80 Prozent der Krebszellen in den Tod getrieben werden. Die US-Forscher unter Soren Lehmann haben den Mäusen Extrakte, die dem Äquivalent eines Mannes mit 90,7 Kilogramm und einer Einnahme von 400 Milligramm Capsaicin drei Mal pro Woche entsprechen, verabreicht.

Zudem berichten die Wissenschaftler, dass Tumore, die mit Capsaicin behandelt wurden, deutlich kleiner wurden. Capsaicin ist offensichtlich in der Lage die Apoptose, die bei Krebszellen krankhaft verändert ist, wieder zu regulieren. Der Stoff hat auch die Zahl der Prostata-spezifischen-Antigene PSA, einem Protein, das von Krebszellen produziert wird, verringert.

"Die Studien klingen tatsächlich viel versprechend", so Chris Hiley vom Prostate Cancer Charity in London. Es bleibe allerdings unklar, ob es Männern, die tatsächlich an Prostatakrebs leiden, helfen kann. Die Expertin rät allerdings davor ab, große Mengen an Chili zu sich zu nehmen. „Wesentlicher ist, dass sich die Menschen einfach gesünder ernähren und den Fleischkonsum einschränken", so Hiley.

Die Expertin rät dazu weniger verarbeitete Fleischprodukte zu essen und mehr Gemüse, Obst und Fisch zu sich zu nehmen. „In der Vergangenheit haben Untersuchungen nämlich ergeben, dass Menschen in Mexiko und Indien aufgrund scharfer Speisen häufiger unter Magenkrebs leiden." Vielleicht werde es in Zukunft möglich sein, das Capsaicin zu extrahieren, sodass es ohne Probleme eingenommen werden kann.

Die Erforschung des Capsaicin hat in den vergangenen Jahren erstaunliche Fortschritte gemacht. Der Stoff wird bereits heute in Schmerzmitteln, Wundsalben und zur Verringerung der Thrombozyten eingesetzt.

WANC 17.03.06

Prostatakrebs: Intensiver Sport senkt Risiko um 70%

 
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