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Bestandteile von Cannabis scheinen resistente Bakterien zerstören zu können (Foto: pixelio.de/Uwe Steinbrich)
Cannabis: Hilfe gegen hochresistente Bakterien?

Cannabis: Die in unseren Breitengraden verteufelte Pflanze könnte sich zum Helfer in der 
großen Not mausern. Denn durch den Übergebrauch von Antibiotika sind Bakterien inzwischen so resistent geworden, dass die herkömmlichen Medikamente kaum noch wirken. Insbesondere in Krankenhäusern wird man der Resistenzen und Multiresistenzen fast nicht mehr Herr. Doch die Moleküle der Pflanze scheinen in der Lage, die Gefahr bringenden Bakterien zu zerstören. 

Wissenschaftler der landwirtschaftlichen Versuchsanstalt Cra-Cin in Rovigo und der Università del Piemonte Orientale in Novara haben bisher unbekannte Heilkräfte der zur Gattung der Hanfgewächse gehörenden Cannabis-Pflanze entdeckt. Die in Zusammenarbeit mit der School of Pharmacy in London durchgeführten Labortests haben gezeigt, dass die auch als Rauschmittel genutzte Pflanze gegen hyperresistente Superbakterien eingesetzt werden kann.

„Die von der Cannabis produzierten Moleküle THC, CBD, CBG, CBC und CBN erweisen sich als wirksames Mittel gegen die besonders in Krankenhäusern verbreiteten Superbugs", erklärt der Institutsdirektor Enrico Biancardi. „Das gilt insbesondere für die Staphyllokokkenstämme EMERSA-15 und EMERSA-16, die gegenüber Antibiotika äußerst widerstandsfähig sind". Beim ständigen Kontakt mit Antibiotika träten Veränderungen in deren Erbgut auf, was die Bakterien auf Dauer unzerstörbar mache.

Im Verlaufe der drei Jahre dauernden Untersuchungen wurde außerdem festgestellt, dass die Cannabis-Substanzen CBD und CBG bei den gegen Penicillin besonders resistenten Bakterien die effizientesten sind. Ihre therapeutischen Eigenschaften werden neuerdings auch in Kanada genutzt, wo die Apotheken mit dem Verkauf von Cannabinoid-Mischungen zur Behandlung schwerer neurologischer Erkrankungen begonnen haben.

WANC 19.09.08/ Quelle: pte, Journal of Natural Products

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