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Verdauung ankurbeln: Natürlich Mittel können helfen (Foto: Hermera)
Verdauung natürlich in Schwung bringen

Wenn die Verdauung nicht so klappt, dann muß der erste Griff nicht zum Abführmittel führen. Eine vollwertige Ernährung trägt zu einer regelmäßigen Darmtätigkeit bei. Und wenn die Verdauung trotzdem einmal in Schwung gebracht werden muß, dann gibt es durchaus natürliche Mittel und Wege.

Nach übermäßiger oder zu langer Aufnahme von bestimmten Abführmitteln sind Blinddarm, Mastdarm und teilweise sogar der ganze Darmtrakt in erschreckendem Ausmaß mit schwarzbraunen Flecken übersät, erklärt die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik. Eine Publikation im New England Journal of Medicine zeigt, dass sich die oft in Abführmitteln enthaltene Substanz Anthraquinon – die Grundsubstanz vieler Farbstoffe ist – in bestimmten Zellen in der Darmschleimhaut anreichert und sie dunkel verfärbt.

Eine 60 jährige Frau, bei der vor drei Jahren zwei gutartige Polypen auf der Darmschleimhaut festgestellt worden waren, behandelte die damit einhergehende Verstopfung mit der täglichen Einnahme von Sennesblättertee. Dieses Abführmittel enthält reichlich Anthraquinon. Bei einer neuerlichen Darmspiegelung erkannten die Ärzte eine schwarzbraune, unumgrenzbare Verfärbung der Darmschleimhaut, aber keinerlei Hinweis auf einen entzündlichen oder tumorösen Prozess.

Die Verfärbung von bestimmten Darmzellen, die so genannte melanosis coli, mag auf den Laien scheußlich und krankhaft wirken, ist aber im Grunde eine harmlose Veränderung. Trotzdem müssen diese Verfärbungen nicht sein, denn eine gesunde und regelmäßige Verdauung hängt nicht von der täglichen Einnahme von Abführmitteln ab.

Vielmehr ist grundsätzlich auf eine vollwertige Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Vollkorngetreideprodukten zu achten. Die in diesen Lebensmitteln reichlich enthaltenen Ballaststoffe fördern durch ihre Fähigkeit zur Quellung nicht nur eine schnellere und leichtere Verdauung, sondern senken auch das Darmkrebsrisiko, da sie die bakterielle Darmflora stärken. Dadurch stellt sich ein saures Milieu ein, welches körpereigene Eiweiße, die unter Umständen krebserregende Stoffe erzeugen können, hemmt, betont die Gesellschaft.

Wenn dennoch die Verdauung nicht so richtig funktioniert, dann können natürliche Ballaststoffe, beispielsweise aus Plantago ovata-Samenschalen oder teilhydrolisiertem Guarkernmehl. die Verdauungstätigkeit fördern und so das Wohlbefinden steigern. Die Ernährungsmediziner heben hervor, dass diese Mittel frei von negativen Begleiterscheinungen wie der melanosis coli sind und ohne Bedenken täglich eingenommen werden können. Effektiv aber ungefährlich ist auch Milchzucker als milder Darmregulant. Eine ausgewogene Ernährung und die zusätzliche Einnahme von Ballaststoffen bei Verstopfungserscheinungen bringen den Darm in jedem Falle ohne Nebenwirkungen in Schwung.

WANC 23.03.04

DEBInet

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