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Viele Gewürze werden seit ewigen Zeiten als Heilmittel genutzt (Foto: obx-medizindirekt)
Viele Gewürze werden seit ewigen Zeiten als Heilmittel genutzt (Foto: obx-medizindirekt)
Wenn Gewürze Medizin sind

Viele Gewürze dienen nicht nur zu geschmacklichen Verfeinerung unseres Essens. Ihre Inhaltsstoffe – das sind vor allem die pflanzlichen Polyphenole – können auch eine Wirkung entfalten, die der von Medikamenten entspricht und sie manchmal sogar übertrifft. In der Naturmedizin werden Gewürze schon seit ewigen Zeiten als Mittel gegen Krankheiten verwendet. Manche dieser in der traditionellen Medizin genutzten medizinischen Wirkungen – oft als Hausmittel bezeichnet und damit nicht selten ein wenig belächelt – sind mittlerweile Gegenstand intensiver Forschung. Die moderne Pharmaentwicklung hat erkannt, welch großes Potenzial in diesen Hausmitteln ruht.

Basilikum
Basilikum ( Ocinum basilicum ) wirkt antidepressiv, entzündungshemmend und gegen Blähungen, senkt Fieber, löst Schleim, verhindert Erbrechen und lindert Juckreiz.
 
Bohnenkraut
Bohnenkraut (Satureja hortensis) wirkt gegen Magen- und Darmbeschwerden, Krämpfe, Blähungen und Durchfall. Es soll die sexuelle Aktivität erhöhten

Dill
Dill ( Anethum graveolens ) beruhigt einen nervösen Magen und Darm. Er wirkt gegen Blähungen und eliminiert  einige gefährliche Darmbakterien. Dill hilft bei Leber- und Gallenerkrankungen und ist besonders bei Gallenkoliken krampflösend. Auch bei Stress soll Dill entspannen und zu einem leichteren Einschlafen verhelfen.
 
Ingwer
Ingwer (Zingiber officinale) verhindert Übelkeit und Erbrechen, stärkt das Herz, fördert die Galle und die Verdauung. Ingwer hat anitoxidative Fähigkeiten, verzögert die Entwicklung von Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose), hemmt Entzündungen, schützt die Leber und soll sogar die Entstehung von Darmkrebs unterdrücken. Weil Ingwer den Schweiß treibt, nehmen viele ihn am Beginn von Erkältungskrankheiten.

Kardamom
Kardamom (Elettaria cardamomum) stärkt den Magen und fördert die Verdauung. Er soll gegen Erkältungsbeschwerden helfen und stimmungsaufhellend – also gegen Müdigkeit, Unlust und Leistungsverlust - wirken. 

Knoblauch
Knoblauch ( Allium sativum ) wird eine breite Heilwirkung nachgesagt. Er wirkt anitoxidativ, verhindert damit die Entstehung von Krankheiten und bekämpft das Altern. Knoblauch soll das Risiko für Krebs – vor allem Magen- und Darmkrebs – sowie Herzerkrankungen – weil er Cholesterin und Blutdruck senkt sowie das Blut verdünnt – verringern. Knoblauch wird auch als natürliches Antibiotikum bezeichnet, weil es Bakterien, Viren und bestimmte Parasiten im Körper bekämpft.
 
Kresse
Kresse (Gartenkresse: Lepidium sativum, Brunnenkresse ( Nasturtium officinale) schützt gegen Infektionen, desinfiziert Harnwege und wirkt harntreibend. Kresse unterstützt die Schilddrüse und stärkt die Abwehrkräfte. Sie wird in der Naturheilkunde bei Gicht, Vitaminmangel, Verschleimungen der Lunge und Diabetes mellitus angewendet.

Kümmel
Kümmel (Carum carvi) regt die Verdauung an und hilft gegen Blähungen und Magen-Darmkrämpfe. Außerdem unterstützt er die Gallen- und Leberfunktionen.

Lorbeer
Lorbeer (Laurus nobilis) regt die Durchblutung der Haut an, weshalb er zur Bekämpfung von Schuppen eingesetzt wird.  Er hilft bei Rheuma, Verstauchungen und Quetschungen und wird gegen Blähungen aktiv. Lorbeer hat aber auch eine antibakterielle Wirkung.

Majoran
Majoran (Origanum majorana) hilft bei Blasenbeschwerden, löst Magen- und Darmkrämpfe sowie Schleim bei Husten, Keuchhusten und Asthma. Majoran beruhigt den Reizdarm und lindert Gicht und Rheuma. Wegen seiner entzündungshemmenden Wirkung  hilft es bei Wunden, Krampfadern und chronischem Schnupfen.

Nelken
Nelken (Gewürznelke: Syzygium aromaticum) haben antioxidative, entzündungs- und gerinnungshemmende Eigenschaften. Nelken dämpfen Schmerzen, bessern die Gehirnleistung, lassen Herpes abklingen und verbessern den Zuckerstoffwechsel.

Oregano
Organo ( Origanum vulgare ) ist wirksam bei Vergiftungen, Menstruationsbeschwerden und Schwangerschaftsübelkeit.
Es hilft bei Entzündungen, Atemwegsinfekten und Verdauungsstörungen.

Pfeffer
Pfeffer (Piper nigrum) regt die Verdauung und den Appetit an. Er fördert die Durchblutung, senkt Fieber, hemmt Entzündungen und särkt die Abwehrkräfte des Körpers.

Rosmarin
Rosmarin (Rosmarinus officinalis) hilft bei Migräne und Kopfschmerzen und vertreibt Müdigkeit und Depressionen. Es löst Krämpfe bei Magen- und Darmbeschwerden sowie Verdauungsproblemen und den Schleim bei Erkältungen. Außerdem unterstützt es die Funktionen von Leber, Niere und Gallenblase. Rosmarin kurbelt Kreislauf und Durchblutung auch der Haut an.

Zimt
Zimt (Cinnamomum) senkt Blutzucker, Cholesterin und Triglyceride und unterstützt so die Arbeit der Leber und den Zuckerstoffwechsel. Zimt kann gegen Pilzbefall z.B. der Mundschleimhaut helfen und fördert die Wundheilung. Bestimmte Inhaltsstoffe sollen Krebszellen zerstören können.
 
Berliner Ärzteblatt 01.11.2012/ Quelle: OBX-Medizindirekt; Kräuterverzeichnis, Naturgesundheit
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