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10 -12 Kirschen alle zwei Tage können das Risiko für Gicht senken (Foto: Hermera)
10 -12 Kirschen alle zwei Tage können das Risiko für Gicht senken (Foto: Hermera)
Mit Kirschen gegen Gicht

Kirschen sind richtig gesund. Das liegt an ihren gesunden Inhaltsstoffen: Nährstoffe,Vitamine - zum Beispiel die B-Vitamine und Vitamin C, Folsäure, Niacin, Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium, Kalzium, Eisen und Phosphor eine ganze Reihe sekundärer Pflanzenstoffe, beispielsweise Pektin und Karotin. Damit wirken sie gegen einige Krankheiten. Jetzt hat eine Studie nachgewiesen, dass Kirschen das Risiko von Gichtanfällen stark verringern.

Die alternative Medizin spricht der Kirsche eine große Heilkraft zu. So nutzt die Naturmedizin den Saft der Kirsche bei fiebrigen Erkrankungen, um das Fieber zu senken. Außerdem wird der Kirsche nachgesagt, den Blutzucker zu senken und so gegen Diabetes aktiv zu sein. Heilende Wirkung verspricht die Kirsche außerdem bei Herzkrankheiten, Rheuma und sogar Krebs. Man weiß außerdem, dass die Kirsche harntreibend ist und damit die Harnsäureausscheidung begünstigt. Bisher war das mit wissenschaftlichen Mitteln allerdings noch nicht nachgewiesen. Die Boston University hat diesen Nachweis jetzt erbracht.

Zu viel Harnsäure ist das Grundproblem bei Gicht, die zu den rheumatischen Erkrankungen gezählt wird. Sie reichert sich im Blut an und bildet, wenn dieser Überschuss eine längere Zeit andauert, sogenannte Harnkristalle, die sich in den Gelenken ansammeln. Dadurch entstehen Entzündungen, die zu starken Schmerzen führen. Verantwortlich für diesen Prozess sind vor allem Alkohol, insbesondere Bier, bestimmte Lebensmittel wie viel Fleisch, Innereien, öliger Fisch sowie Hefeprodukte und bestimmte Medikamente, dazu zählen Entwässerungsmittel (Diuretika), Aspirin und Nikotinsäure.

In der Studie wurden 633 Gichtpatienten mit einem Durchschnittsalter von 54 Jahren untersucht und über den Zeitraum von einem Jahr beobachtet. Bei den Patienten wurde erhoben, wer frische Kirschen (35%), einen Kirschextrakt (2%) oder beides (5%) konsumierte. Während dem Beobachtungsintervall verzeichneten die Ärzte 1247 Gichtanfälle, die zu 92% an einem großen Zeh auftraten. Daten zeigten, dass die Patienten, die Kirschen verzehrt hatten, weit weniger unter Gichtanfällen litten. Kirschen reduzierten das Risiko für einen Gichtanfall um 35%, dabei spielte es keine Rolle, in welcher Form die Kirschen gegessen wurden. Dabei reichte die Menge von 10-12 Kirschen (die Wissenschaftler bezeichnen das als Serving also als eine Portion) alle zwei Tage aus, um den Effekt zu erzielen. Allerdings verringerte sich das Risiko wenn die Zahl der Portion auf bis zu drei erhöht wurde. Mehr Kirschen brachte dann nicht mehr.

Einen noch größeren Erfolg hatten die Kirschen, wenn sie zusammen mit eine Anti-Gicht-Mittel - einem Medikament mit dem Wirkstoff Allopurinol, das Harnsäure-Konzentration im Blut verringert - genommen wurden. Dann reduzierte sich die Gefahr für einen Gichtanfall um 75%.

Berliner Ärzteblatt 05.10.2012/ Quelle: Arthritis & Rheumatism; (DOI: 10.1002/art.34677)

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