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Grüne Kaffeebohnen sind reich an Chlorogensäure, die antidiabetisch wirken soll (Foto: stock.photo Image ID: 1262236)
Grüne Kaffeebohnen sind reich an Chlorogensäure, die antidiabetisch wirken soll (Foto: stock.photo Image ID: 1262236)
Natürliche Hilfe gegen hohen Blutzucker

Es gibt Nahrungsmittel, die den Blutzucker natürlich senken können. Dazu gehören beispielsweise Zimt, Vollkorn, Äpfel, Soja, Grüner Tee und Pampelmusen. Eine Untersuchung will nun nachweisen, dass auch der Extrakt von ungerösteten  - grünen - Kaffeebohnen dabei helfen kann, das Risiko für Typ-2-Diabetes zu vermindern.

Kaffee ist anscheinend in der Lage, den Blutzucker im Blut zu senken. So berichtet das Universitätsklinikum Heidelberg, dass Menschen, die viel Kaffee trinken, seltener an Diabetes erkranken. Dazu müssen allerdings täglich vier Tassen pro Tag - natürlich ohne Zucker - getrunken werden. Dann lag das Diabetesrisiko um 8% niedriger als bei Nicht-Kaffeetrinkern.

Dr. Joe Vinson von Universität Scranton, USA, hat 56 Frauen und Männer untersucht. Die Teilnehmer bekamen Pillen mit 100, 200, 300 oder 400 mg eines Extraktes aus grünen Kaffeebohnen. Nach 22 Wochen stellte Vinson zum einen fest, dass die übergewichtigen Personen fast 10% ihres Körpergewichtes verloren hatten.

Bei einer Kontrolle des Blutzuckers ergab sich darüber hinaus, dass der Wert 30 Minuten nach Einnahme der Extrakte um 24% niedriger lag. Diejenigen, die die 400 mg-Version bekommen hatten, hatten nach 120 Minuten einen um 31% reduzierten Blutzuckeranteil. Vinson stellt deshalb fest, dass mit zunehmender Menge des Extraktes der Effekt auf den Blutzucker höher wird.

Was diese Wirkung ausmachen könnte, ist die im ungerösteten Kaffee enthaltene Chlorogensäure.  Die Säure wird durch die Röstung reduziert. Chlorogensäure findet sich z.B. auch in Kartoffeln, Artischocken und Brennnessel. Ihr wird nachgesagt, die Aufnahme von Zucker in das Blut zu verlangsamen und damit antidiabetisch zu wirken. Sie soll außerdem den Blutdruck senken, die Blutgerinnung hemmen, gegen Magengeschwüre und Leberentzündungen wirken.


Hinweis: Die Studie wurde von Applied Food Sciences Inc. finanziert, die einen Grünen-Kaffee-Extrakt herstellt.

Berliner Ärzteblatt 18.04.2013/ Quelle: American Chemical Society

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