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Besser schlafen durch Hypnose

Menschen die nicht gut schlafen, spüren am eigenen Leib, wie schlecht es ihnen dadurch geht. Sie sind oft gereizt, ihr Gedächtnis funktioniert nicht so gut, sie können sich schlechter konzentrieren und ihre Abwehrkräfte leistet weniger. Dagegen fördert ausreichender Tiefschlaf unser Wohlbefinden. Dass sich das auch ohne Medikamente erreichen lässt, haben jetzt Schlafmediziner der Universität Zürich nachgewiesen. Sie verlängerten die Tiefschlafphase durch Hypnose.

Wie wichtig guter Schlaf  für unsere körperliche und geistige Erholung ist, betonen Mediziner immer wieder. Der Tiefschlaf beeinflusst vor allem das Gedächtnis und das Immunsystem positiv, denn in den Tiefschlafphasen werden Wachstumshormone ausgeschüttet, die die Reparatur von Zellen anregen und das Abwehrsystem stimulieren.

Doch was ist, wenn das mit dem erholsamen Schlaf nicht so richtig funktioniert? Kann man den Schlaf selbst herbei rufen? Schlafforscher konnten nachweisen, dass man die Qualität des Schlafs tatsächlich selbst positiv beeinflussen kann und zwar in einem überraschenden Ausmass. Das Mittel, das die Schlafmediziner dazu eingesetzt haben, ist Hypnose. Sie verzichteten dabei vollkommen auf  Medikamente.

Offensichtlich lassen sich mit Hypnose Prozesse beeinflussen, die sich willentlich nur schwer steuern lassen. Allerdings scheint das abhängig davon zu sein, ob jemand gut oder schlecht hypnotisierbar ist. An der Studie nahmen 70 gesunde junge Frauen teil, die für einen 90-minütigen Mittagsschlaf in das Schlaflabor kamen. Vor dem Einschlafen hörten sie über Lautsprecher entweder eine spezielle 13-minütige Tiefschlafhypnose oder einen neutral gesprochenen Text.

Gut hypnotisierbare Frauen erreichten nach dem Hören der Tiefschlafhypnose im Vergleich zum Schlaf nach dem Hören des neutralen Textes einen um 80 Prozent erhöhten Tiefschlafanteil. Gleichzeitig verringerte sich die Wachliegezeit um rund ein Drittel. Im Gegensatz zu gut hypnotisierbaren Frauen profitierten weniger hypnotisierbare Teilnehmerinnen nicht von der Hypnose.

Rund die Hälfte der Bevölkerung ist mittelgut hypnotisierbar. Frauen sind in der Regel etwas besser hypnotisierter als Männer. Für gut hypnotisierbare Männer erwarten die Forscher aber dieselben positiven Effekte auf den Schlaf. "Die Ergebnisse können besonders für Patienten mit Schlafproblemen und für ältere Erwachsene von zentraler Bedeutung sein, denn im Gegensatz zu vielen Schlafmedikamenten ist Hypnose frei von Nebenwirkungen", meint die Psychologin Maren Cordi. Grundsätzlich könnten aber alle Menschen, die auf Hypnose ansprechen, von einer Verbesserung des Schlafs mit Hypnose profitieren.

Berliner Ärzteblatt 02.06.2014/ Quelle: Sleep

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