Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Foto: DAK
Faul vor der Glotze hocken - je länger wir fernsehen, desto kürzer leben wir (Foto: DAK)
TV-glotzen raubt Lebensjahre

Wer viel Fernsehen schaut, spielt mit seinem Leben. Denn zu langes TV-glotzen kann lebensgefährlich sein. Laut einer Studie haben Menschen, die mehr als vier Stunden täglich vor dem Fernseher hocken, ein 46 Prozent erhöhtes Sterberisiko wie die, die täglich weniger als zwei Stunden fernsehen.
 
Couch potatoes sollten erschrecken. Jede Stunde, die sie vor dem Fernseher verbringen, erhöht ihr Sterberisiko. Australische Forscher haben die Lebensgewohnheiten von 8.800 Erwachsenen studiert. Und dabei festgestellt, dass pro Stunde TV-sehen das generelle Sterberisiko um 11 Prozent, das Risiko an Krebs zu sterben um 9 Prozent und das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erliegen um 18 Prozent stieg.

Verglichen mit Menschen, die weniger als zwei Stunden am Tag Fernsehen schauten, erhöhte sich das Sterberisiko bei denjenigen, die mehr als vier Stunden am Tag die Glotze anhatten, um 46 Prozent. Das Risiko für den Tod durch eine Herz-Kreislauf-Erkrankung erhöhte sich sogar um 80 Prozent. Diese “tollen” Aussichten blieben unbeeinflußt von anderen kardiovaskulären Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte, ungesunde Ernährung, ungesunde Fettverteilung an den Hüften sowie Bewegung.

Die Forscher stellen fest, dass sich langes Sitzen nicht nur vor dem Fernsehen negativ auf die Gesundheit auswirkt. Auch das ewige Hocken vor dem Computer hat vergleichbare Folgen. David Dunstan, Arzt, Professor und Chef des Physical Activity Laboratory in the Division of Metabolism and Obesity at the Baker IDI Heart and Diabetes Institute in Victoria, Australien, sagt denn auch, dass der menschliche Körper eben zur Bewegung konstruiert worden ist und nicht zum langwierigen Sitzen.

Stellt Dunstan fest: „Viele Tätigkeiten des täglichen Lebens, die Aufstehen und Bewegung der Muskeln beinhalteten, führen wir nun im Sitzen aus. Technischer, sozialer und wirtschaftlicher Wandel bedeuten, dass Menschen sich nicht mehr so häufig bewegen wie früher. Deshalb sinkt der Energieverbrauch. Viele wechseln nur von einem Stuhl auf einen anderen – vom Autositz zum Bürostuhl und zur Couch vor dem Fernsehen.“

MA 14.01.10, Quelle: Circulation: Journal of the American Heart Association

 
Seite versenden  
Seite drucken