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Besonders älteren Männern und Frauen droht im Straßenverkehr der Herzinfarkt (Foto: Stock photo)
Autoabgase bringen Herzinfarkt

Wer am Straßenverkehr teilnimmt, hat ein vielfach erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden. Als Ursache dafür haben Wissenschaftler die Autoabgase ermittelt.

Die Abgase im Straßenverkehr steigern das Risiko für einen Herzinfarkt um das Dreifache. Und zwar vor allem in der ersten Stunde, die man am Straßenverkehr teilnimmt. Dabei ist es unerheblich ob man Auto fährt, im Bus sitzt oder auf dem Fahrrad strampelt. 

Herausgefunden hat das das Münchner Institut für Epidemiologie des Helmholtz-Zentrums. Sie werteten die Daten von 1454 Betroffenen aus, die zwischen 1999 und 2003 einen Herzinfarkt bekommen hatten. Das Durschnittsalter der Patienten betrug 60 Jahre, drei Viertel waren männlich. 

Insgesamt acht Prozent der Infarkte wurden nach Ansicht der Wissenschaftler durch den Straßenverkehr ausgelöst. Nicht geklärt ist allerdings, ob das erhöhte Risiko ausschließlich auf die Abgasen zurück zu führen ist, oder ob zusätzlich auch der verkehrsbedingte Stress das Herz belastet.

Eines lässt die Studie aber mit Bestimmtheit sagen: Der Straßenverkehr belastet die Menschen mehr, als gemeinhin vermutet. Besonders anfällig sind Frauen, ältere Männer und Menschen mit Herzerkrankungen.

Dass Autoabgase gesundheitlich negative Auswirkungen haben, ist bereits durch frühere Studien belegt. So mahnt der BUND auf seiner Website, Feinstäube “gelangen ungehindert in die Lunge und können dort Entzündungen, Wucherungen, Asthma, Bronchitis und Krebs auslösen. Ultrafeine Stäube finden sogar den Weg in die Blutbahn; mögliche Folgen: Herzinfarkt, Schlaganfall. Ungefähr die Hälfte der Feinstaubpartikel stammt aus dem Verkehr (die andere Hälfte besteht aus Baustaub, Abgase aus Industrie und Heizungen).“

Schottische und schwedische Wissenschaftler berichteten 2007 auf dem 56. Jahreskongress des American College of Cardiology von den Folgen starker Luftverschmutzung durch Autoabgase: „Die Durchblutung der Herzkranzgefäße nimmt ab, dem Herzen mangelt es an Sauerstoff, und im schlimmsten Fall kommt es zum Herzinfarkt ...“

WANC 16.03.09, Quelle: Münchner Institut für Epidemiologie, Helmholtz-Zentrum

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