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Foto: DAK/Wigger
Wer nicht genügend schläft, wird krank - und leidet im Job unter Leistungsabfall, Konzentrationsmangel und Gereiztheit (Foto: DAK/Wigger)
Chronischer Schlafmangel raubt Gesundheit

Chronischer Schlafmangel kann zu Schlaganfall, Herzerkrankungen, Stress, Rückenschmerz und Depression führen. Aber er kostet nicht nur die Gesundheit. Die Folgen von Schlafmangel sind auch Leistungsabfall, Konzentrationsmangel, Gereiztheit und eine erhöhte Fehlerquote. Dinge, die man im Job nicht gerade braucht. Dagegen hilft, seine persönlichen  Schlafräuber zu erkennen und zu bekämpfen. 



Immer öfter bestätigen wissenschaftliche Studien die Folgen von chronischer Müdigkeit:

Wer zuwenig oder schlechten Schlaf hat, ist gereizter, unkonzentrierter, macht eindeutig mehr Fehler und trifft öfter Fehlentscheidungen als jemand, der ausgeschlafen ist. Zudem leiden Unausgeschlafene häufiger an Schlaganfällen, Herzerkrankungen und neigen neben erhöhter Stressanfälligkeit auch zu Rückenschmerzen und Depressionen.

Bei chronischem Schlafmangel gerät der gesamte Hormonhaushalt durcheinander, da die Ausschüttung wichtiger Hormone wie Melatonin, Cortisol, Leptin oder Prolactin unterdrückt wird. Dadurch wird das Immunsystem laufend geschwächt und der Stoffwechsel gestört, was auch zu Übergewicht führen kann.

Zudem schreitet der Alterungsprozess um einiges rascher voran. Der persönliche Preis, den Unausgeschlafene bezahlen, ist hoch: Sie verlieren nicht nur an Gesundheit, Vitalität und Lebensfreude, der chronische Schlafmangel bedroht schließlich auch ihre Karriere.



Manager haben von den Leistungssportlern längst gelernt, dass die Leistung von inneren, biologischen Rhythmen abhängig ist. Je nachdem wie die innere Uhr läuft, können wir zu bestimmten Zeiten bessere Kraft- oder Denkleistungen erbringen. Die meisten Menschen sind in der Zeit von zehn bis zwölf Uhr am leistungsfähigsten. Dann arbeiten sie konzentriert und denken kreativ. Gegen Mittag flacht die Leistungskurve bis etwa 15 Uhr ab, bevor sich das nächste Hoch zwischen 16 und 20 Uhr einstellt. Dies hängt jedoch auch sehr stark mit unserem Schlafverhalten zusammen.

Guter Schlaf fördert die Intelligenz und Kreativität

Menschen, die gesund und ausreichend schlafen, leisten im Schlaf viel 'Kopfarbeit' - und dies auf höchstem Niveau. Sie verarbeiten nämlich ihre Tageseindrücke besser im Unterbewusstsein. Dadurch werden Erfahrungen und Wissensstoff im Gedächtnis nachhaltiger verankert. Dies fördert die Intelligenz und Kreativität und verbessert das Gedächtnis.

Doch dazu sind sieben bis acht Stunden guter und ungestörter Schlaf notwendig.

 Eigentlich benötigt der gesunde Schlaf weder spezielle Methoden noch eine Strategie. Durch unsere Lebensweise und den beruflich bedingten Stress hat sich dies in den letzten Jahren jedoch massiv geändert. Hilfreich ist es, seine persönlichen "Schlafräuber" kennen und sie bekämpfen zu lernen. Der schlechteste Weg ist der Griff nach Tabletten, weil die die chronische Müdigkeit nicht beseitigen, sondern noch verstärken.

24.02.2011/ Quelle: Günther W.

Amann-Jennson, "Schlaf dich jung, fit und erfolgreich"



 
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