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Plakat: Deutsche Herzstiftung/Jan Neuffer
Großflächenplakat zur Kampagne für die bundesweite Herzwoche (Plakat: Deutsche Herzstiftung/Jan Neuffer)
Bluthochdruck setzt das Herz unter Druck

Es gibt ganz viele, die ihn haben: Bluthochdruck. Die Hochrechnungen schwanken zwischen 18 und 35 Millionen Menschen in Deutschland. Viele wissen gar nicht, dass sie darunter leiden. Die Folgen sind fatal, denn gerade unbehandelt führt Bluthochdruck zu Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen, Nierenversagen oder Erblindung.

Die Tücke von Bluthochdruck ist, dass er jahrelang keine Beschwerden verursacht. Und weil er nicht bemerkt wird, bleibt er unbehandelt. Die Deutsche Herzstiftung geht davon aus, dass weniger als die Hälfte der Patienten mit hohem Blutdruck erkannt wird. Nur ein Viertel wird auch richtig behandelt. Das Problem dabei ist, dass mit dem Alter der Blutdruck steigt, weil beispielsweise die Gefäße an Elastizität verlieren. So habe ab 60 jeder Zweite einen zu hohen Blutdruck, in noch höherem Alter seien es 80 Prozent.

Behandelt werden soll ein Blutdruck, der dauerhaft über 140/90 mmHg liegt. Studien haben nachgewiesen, dass eine Senkung des Blutdrucks um 20 mmHg systolisch (oberer Wert) und 10 mmHg diastolisch (unterer Wert) das Risiko, in den nächsten zehn Jahren einen Schlaganfall und andere schwere Herz-Kreislauf-Komplikationen zu erleiden, um etwa 50 % verringert.

Bluthochdruck lässt sich oft durch die Änderung von Lebensgewohnheiten senken. Risikofaktoren sind Rauchen, Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen, Ernährung, Bewegung, Stress, Medikamente, die den Blutdruck erhöhen - z.B. Hormon-, Schmerz- oder Rheumapräparate. Nicht immer reicht das aus. Dann müssen blutdrucksenkende Medikamente ran. Kardiologen sagen aber, dass viele Patienten die Mittel wieder absetzen, weil sie die Nebenwirkungen plagen. Das könne durch niedrige Dosierung am Beginn und gezielte Medikamentenauswahl verhindert werden.

27.10.2011/ Quelle: Deutsche Herzstiftung, Deutsche Stiftung für Herzforschung
 
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