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Plötzlicher Herztod: Risiko besser abschätzen

Mediziner wollen einen Weg gefunden haben, Patienten mit Herzproblemen besser vor dem plötzlichen Herztod zu schützen. Das Risiko des plötzlichen Herztodes betrifft vor allem Herzinfarkt-Patienten. Mit einer neuen Methode wollen sie besser diejenigen identifizieren, die besonders bedroht sind.

Meist sind es gefährliche Rhythmusstörungen des Herzens, die zum plötzlichen Herztod führen. Hervorgerufen werden diese durch einen Herzmuskel, dessen Funktion stark eingeschränkt ist. Meist ist das die Folge eines Herzinfarktes.

Bisher wird Herzinfarktpatienten deshalb ein Gerät (Kardioverter/Defibrillator - ICD) implantiert, der bedrohliche Herzrhythmusstörungen registriert. Er gibt dann einen Stromschlag ab, um den Herzschlag wieder in die richtige Bahn zu lenken. Doch das verursacht hohe Kosten und bei manchen Patienten unnötige Operationen, denn nicht jeder, der einen Herzinfarkt erlitten hat, benötigt dieses Gerät.

Wissenschaftler der Charité in Berlin haben nun aber untersucht, dass ein Herzinfarkt eine Narbe im Herz hinterlässt. Wie groß und tief diese Narbe ist, wirkt sich auf die schwere der Rhythmusstörungen und damit auf das Risiko des plötzlichen Herztodes aus. Anhand einer Herz-Magnetresonanztomographie (Herz-MRT) können sie feststellen, wie viel Herzmuskelmasse vom Infarkt geschädigt wurde. Und das lässt in Zukunft die Abschätzung zu, wie groß das Risiko für jeden Patienten ist. Damit lässt sich auch entscheiden, ob der ein ICD benötigt oder nicht.

31.08.2011/ Quelle: CMR. J Am Coll Cardiol Img 2011;4:871–9. DOI:10.1016/j.jcmg.2011.04.014
 
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