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Alkohol in "moderaten" Mengen zu trinken, kann dem Herz nützen

Inwieweit Alkohol eher gut oder schlecht für die Gesundheit ist, darüber gibt es durchaus unterschiedliche Meinungen. Doch mittlerweile mehren sich die Studien, in denen ein moderater Alkoholkonsum durchaus vorteilhaft angesehen wird - zumindest für das Herz. Die Betonung liegt auf moderat: also höchstens ein Glas eines alkoholischen Getränkes pro Tag.

Wer eine genauere Definition von moderat haben möchte, der muss Dr. Susan Brien, Universität Calgary, fragen. Nach ihren Untersuchungen bedeutet "moderat" ein Drink mit 15 Gramm Alkohol pro Tag für Frauen und 30 Gramm Alkohol am Tag für Männer. Diese Menge sei gesund, meint Brien.

Wer diese Mengenbegrenzung einhält, trägt nach Erkenntnissen von Prof. William Ghali ein geringeres Risiko, eine Herzerkrankung zu bekommen. Das Risiko vermindert sich um 14 - 25% gegenüber denjenigen, die keinen Alkohol trinken. Ghali hat 84 Studien durchforstet, in denen der Zusammenhang von Alkoholkonsum und Herzerkrankungen untersucht wurden. Sie verglichen Alkoholkonsumenten mit Nichttrinkern und welchen Einfluss das auf das Herz, die Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarktes und seine Folgen hatte.

Brien wiederum nahm sich 64 Studien vor, in denen Alkoholkonsum und verschiedene Anzeichen für Herzerkrankungen verglichen wurden. Als Anzeichen galten sogenannte Market, also die Werte von Cholesterin, Entzündungen, Fettzellen sowie der Zustand der Blutgefäße. Sie nahm auch die Form des Alkohols – also Bier, Wein oder Schnaps – ins Visier. Brien stellte fest, dass moderate Alkoholmengen den Anteil des im Blut zirkulierenden „guten“ Cholesterins (HDL-Cholesterin) erhöht. Und das sogar so weit, dass es gegen Erkrankungen des Herzens schützt. Sie betonte auch, dass es nicht die Art des Alkohols, sondern der Anteil des Alkohols ist, der die Vorteile für die Gesundheit bringt.

Zu ähnlichen Erkenntnissen ist im übrigen auch ein Forscherteam der Universtität von Texas gekommen. Das Team hatte über einen Zeitraum von 20 Jahren bei 1.824 älteren Menschen ausführliche Daten zum Alkoholkonsum und zu einer Vielzahl von Einflussfaktoren erfasst und diese zum Sterblichkeitsrisiko in Beziehung gesetzt. Das Sterberisiko war bei Abstinenzlern und starken Trinkern um 51% bzw. 45% höher als bei den moderaten Trinkern, auch wenn die Effekte von Fremdfaktoren wie frühere Alkoholprobleme, Vorerkrankungen, soziodemografische und soziale Merkmale sowie Geschlecht und Alter herausgerechnet wurden. Diesen positiven Effekt eines moderaten Konsums – unabhängig von dritten Einflussfaktoren – führten die Forscher auf die Reduktion von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurück.

Berliner Ärzteblatt 11.03.11/ Quelle: BMJ British Medical Journal, EurekAlert, Alcohol Clinical and Experimental Research, Vol 34, No 11, 2010: PP 1961-1971.
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