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Stress erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt um 23%
Stress erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt um 23%
Stress in der Arbeit ramponiert das Herz

Stress beeinflusst die Gesundheit negativ. Inzwischen weiß man, dass ständig hoher Stress  Herz und Kreislauf sowie die Psyche lädieren. Nun hat eine neue Studie ganz eindeutig den Zusammenhang zwischen Arbeitsstress und dem Risiko für einen Herzinfarkt belegt.

Die Studie ist mit 197.473 Männer und Frauen eine der größten bisher durchgeführten zu diesem Thema. Und damit auch eine, deren Ergebnisse glaubhaft sind. Diese Menschen, die zu Beginn der Untersuchung keine Herz-Kreislauf-Erkrankungen hatten, wurden in den Jahren 1985 bis 2006 beobachtet. In dieser Zeit berichteten 15% der Personen über Stress in der Arbeit, 2.358 Personen erlitten erstmals einen Herzinfarkt. Es stellte sich heraus, dass das Risiko bei denjenigen, die über Arbeitsstress geklagt hatten, um 23% öfter einen Herzinfarkt bekamen als die, keinem Stress in der Arbeit ausgesetzt waren. 

Warum Stress so fatale Folgen hat, erklären Ärzte so. Zum einen führt die ständige Belastung zu einer vermehrten Ausschüttung von Stresshormonen, die auf Dauer das Herz-Kreislauf-Systems schädigen. In der Folge führt die Anforderung, immer auf Hochtouren zu funktionieren, auch zu Schäden an Magen, Darm und Nieren und einem schlechter funktionierenden Immunsystem. Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz sagt in einem Bericht "Zum Stand der Erforschung von arbeitsbedingtem Stress", dass "unter bestimmten Umständen potenziell sämtliche körperlichen Leiden durch die Wirkung von Stress hervorgerufen werden können". Der Bericht nennt neben der koronaren Herzkrankheit vor allem Schlaganfall, Asthma, rheumatoide Arthritis, Magengeschwüre und möglicherweise einige Arten von Krebs.

Eine andere Erklärung, die aber möglicherweise gar nicht als ein Oder sondern als ein Und zu dem Krankheitsgeschehen beiträgt, ist die Erfahrung, dass Menschen, die unter Arbeitsstress leiden, ungesunder leben. Sie ernähren sich schlechter, essen oft ungehemmt, rauchen mehr, trinken mehr und schlafen und bewegen sich weniger. In der vorliegenden  Untersuchung hatte der Lebensstil (Rauchen, Bewegungsmangel etc.) im übrigen den insgesamt größten Einfluss auf das Risiko eines späteren Infarkts.
 
Berliner Ärzteblatt 18.09.2012/ Quelle: The Lancet, doi:10.1016/S0140-6736(12)60994-5

Weitere Informationen:
Wie der Job das Herz belastet
Psychische Gesundheit: Arbeitsbedingungen machen krank
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