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Ist hoher Blutdruck für Demenz verantwortlich?

Wer hohen Blutdruck hat, lebt auch mit einem erhöhten Risiko, an Demenz zu erkranken. Zwar können die Wissenschaftler noch nicht genau erklären, wie die beiden Krankheiten zusammenhängen. Aber in Studien hat die Behandlung des Bluthochdrucks die Erkrankung an einer Demenz verringert.

Die Bestätigung, dass sich Bluthochdruck und Demenz gegenseitig bedingen können, bringen zwei Studien. Allerdings können auch diese nicht klären, warum es diesen Zusammenhang überhaupt gibt. Es gibt aber Vermutungen: So könnte bei hohem Blutdruck der der Blutfluss im Gehirn verringert sein. Das beeinträchtigt die Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff und mangelt es daran, kann die Leistung des Gehirns abnehmen.

Ärzte vom Imperial College London sagen deshalb, dass die Senkung des Blutdruckes auch die Demenz verringern hilft. Medikamente gegen Bluthochdruck sollen die Schwere einer Demenz um 13% vermindern könnte. Die Richtung stimmt. In wissenschaftlichen Tests erhielten ältere Patienten mit hohem Blutdruck antihypertensive Medikamente. Die Erfolge der Behandlung waren so groß, dass die Studie gestoppt wurde. Es wäre nach ärztlichen Richtlinien unethisch gewesen, die Therapie nicht allen Studienteilnehmern zugänglich zu machen.

Die Alzheimer's Society hat erforscht, dass Menschen mit hohem Blutdruck nach dem 40. und 50. Lebensjahr sechsmal so häufig eine Demenz (Fachausdruck: vaskuläre Demenz) entwickeln wie gesunde Menschen. Würde der Bluthochdruck früh genug erkannt und behandelt, könnten viele Todesfälle verhindert werden. Doch bisher erhalten der Untersuchung zur Folge nur die Hälfte der Menschen über 65 Jahren eine entsprechende Behandlung.



Berliner Ärzteblatt 09.07.08/ Quelle: The Lancet Neurology, pte
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