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Herzpatienten haben oft Depressionen

Herz-Patienten leiden besonders häufig unter Angststörungen und Depressionen. Bisher wurden diese kaum behandelt. Eine neue Studie beweist aber, dass eine Therapie wirklich helfen und das Befinden deutlich verbessern kann.
 
Depressionen sind für Herzpatienten gefährlich. Denn Patienten, die einen Herzinfarkt hinter sich gebracht haben aber unter einer Depression leiden, haben ein erhöhtes Sterblichkeits-Risiko. Gefährdet sind etwa 23% der Patienten mit einer koronaren Herzkrankheit, weil sie gleichzeitig depressiv sind.

Allerdings gilt auch, dass Depressionen das Risiko für eine Herzkrankheit erhöhen. So steigt die Wahrscheinlichkeit einer Herzerkrankung bei Menschen mit Depressionen im Alter von 30 bis 50 Jahren um 212%, im Alter von 50 bis 60 Jahren um 50% und bei über 60jährigen um 39%.
 
Bisher erhielten Patienten mit Depressionen, die gleichzeitig unter instabiler Angina pectoris litten oder einen Herzinfarkt überstanden hatten, nur selten Antidepressiva vom Arzt verschrieben. Eine Studie legt die Vermutung nahe, dass eine geeignete antidepressive Behandlung bei Patienten mit Depressionen und nach einem akuten Koronarsyndrom routinemässig erwogen werden sollte.

Mit Antidepressiva behandelte Herzpatienten, die sich von einer Herzinfarkt-Vorstufe („akutes Koronarsyndrom") erholen, zeigten nach sechs Monaten eine bemerkenswerte Besserung der Depression und seltenere erneute Krankenhaus-Aufnahmen. Das ist das Ergebnis einer Analyse von insgesamt 3.454 Patienten in 8 Studien, die an der Universitätsklinik in Rom durchgeführt wurde.

Berliner Ärzteblatt 02.09.08/ Quelle: EUROASPIRE III Studie, European Society of Cardiology (ESC)
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