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Depression und Herzerkrankung: Eine gefährliche Kombination

Wissenschaftler der Universitäten von London und Versailles haben heraus gefunden, dass eine Depression zusätzlich zu  einer koronaren Herzerkrankung bedeutend mehr die Gesundheit ramponiert als eine der beiden Krankheiten alleine. Das Risiko an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben, ist viermal höher.

Patienten mit einer Herzerkrankung haben ein um 67% höheres Sterberisiko als Menschen ohne diese Erkrankung. Bei Patienten, zu deren Herz-Kreislauf-Problemen sich aber noch Depressionen gesellen, verdreifacht sich das Sterberisiko. Und es vervierfachte das Risiko, an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben.

Den Zusammenhang zwischen Depression und koronarer Herzerkrankung haben schon frühere Studien untersucht. So kam die Johannes-Gutenberg-Universität Mainz zu dem Ergebnis, dass sich Depressionen und Herzerkrankungen oft gegenseitig bedingen. Menschen mit Depressionen oder depressiven Verstimmungen haben laut der Studie ein etwa doppelt so hohes Risiko eine koronare Herzerkrankung zu erleiden oder sind bei einer bestehenden Herzerkrankung anfälliger für Komplikationen.

Den Zusammenhang erklärten die Mainzer Wissenschaftler so: Die Depressivität reduziere beispielsweise die Überlebenszeit nach einem Herzinfarkt. Zudem beeinflussen Depressionen direkt bestimmte Körperfunktionen wie etwa das Stresshormon Cortisol oder chronische Entzündungsprozesse, die wiederum die Entstehung von Herzerkrankungen bzw. Arteriosklerose förderten.

Experten der Universität Freiburg nehmen an, dass eine Depression über den Nervenbotenstoff Serotonin mit einer gesteigerten Reaktivität der Blutplättchen (Thrombozyten) zusammenhängt. Bei depressiven Herzpatienten sei zudem eine verminderte Veränderlichkeit in der Herzfrequenz nachgewiesen. Beides sei mit einem erhöhten Herzinfarktrisiko verbunden. Die Freiburger Ärzte warnen: „Eine Depression muss behandelt werden, um eine optimale Genesung für den Herzpatienten zu gewährleisten und die Lebensqualität zu verbessern.“

Was ist gegen diese unfreundliche Verbindung der beiden Krankheiten außer einer Psychotherapie und der Einnahme von Medikamenten (Anitdepressiva) zu tun? Regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung sollen gegen anhaltend depressive Gefühle wie auch gegen die Schädigung des Herzens helfen.



Berliner Ärzteblatt 17.09.10/ Quelle: University College London, Universite de Versailles, pte
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