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 Dicke Luft: Alltag in Megacities wie Mumbai, Indien (Foto: Asian Insights)
Dicke Luft: Alltag in Megacities wie Mumbai, Indien (Foto: Asian Insights)
Selbst seltene Feinstaub-Belastung erhöht Herzinfarkt-Risiko

Luftverschmutzung macht krank. Mehr als sieben Millionen Todesfälle jährlich werden auf Luftverschmutzung zurückgeführt. Am häufigsten verursacht Verschmutzung Herzinfarkt und Schlaganfall. Insbesondere Feinstaub erhöht das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden und daran auch zu streben. Kardiologen haben jetzt heraus gefunden, dass Feinstaub das Entstehen von Zellen fördert, die Entzündungen hervor rufen. Die Folge davon sind größere und folgenreichere Herzinfarkte. Und: Das alles läuft viel schneller ab, als wir uns das denken.

Dr. Dennis Wolf, Klinik für Kardiologie und Angiologie I des Universitäts-Herzzentrums Freiburg, warnt: „Wir konnten bei Mäusen zeigen, dass selbst eine einmalige Feinstaub-Belastung zu größeren und entzündlicheren Herzinfarkten führt.“ Verantwortlich dafür sind bestimmte Immunzellen der Lunge identifizieren, die sogenannten alveoläre Makrophagen, die die Entzündung richtig antreiben. Diese Zellen sondern ihre entzündungsfördernde Botschaft ins Blut ab. Deshalb verteilen sie sich im ganzen Körper, reichern sich aber vor allem in Immunzellen im Herzen an. 

Was dann folgt, ist lebensgefährlich: Es werden Entzündungsprozesse in Gang gesetzt, die vermehrt Herzmuskelgewebe dem Risiko des Infarkt aussetzen. Darüber hinaus wird das Herz geschwächt, was eine chronische Herzinsuffizienz zur Folge haben kann. Wolf betont, "dass Feinstaub einen deutlichen und direkten Einfluss auf unser Herzkreislaufsystem hat, der bisher sicherlich unterschätzt wurde“.

Unterschätzt, weil immer wieder abgewiegelt wird, dass ja die Belastung
in vielen Regionen Deutschlands ganz unterschiedlich sei und häufig nur an manchen Tagen im Jahr hohe Feinstaub-Belastungen gemessen werden. Doch Wolf macht sehr klar: „Unsere Daten zeigen, dass eine Gefährdung auch dann vorliegt, wenn die Belastung nur kurz anhält.“ 

20.11.2015/ Quelle: idw

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