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Gefäßrisse: Lebendsbrohliche Lecks erkennen

Ein Gefäßriss, ein sogenanntes Aortenaneurysma, kann das Leben bedrohen. Vier bis acht Prozent der über 65-jährigen Männer entwickeln eine Aussackung der Hauptschlagader im Bauch, die zu einem derartigen  Gefäßriss führen kann. Um dem vorzubeugen, setzen Gefäßchirurgen häufig Stents ein. Doch nicht immer bleiben diese Gefäßprothesen dauerhaft dicht: oftmals dringt nach einiger Zeit wieder Blut in den Gefäßsack ein. Jetzt können Ärzte die gefährlichen Lecks mit einer kontrastmittelgestützten Ultraschalluntersuchung (CEUS) frühzeitig aufspüren.

Die Entwicklung des Kontrastmittelultraschalls hat insbesondere die Gefäßdiagnostik deutlich verbessert.  „Mit CEUS können wir die Mikro- und die Makrozirkulation, also sowohl kleinste Kapillaren als auch große Schlagadern, sicher darstellen“, erklärt Prof. Dr. med. Thomas Fischer aus Berlin. Das bedeutet, dass sich selbst kleinste Risse eines Gefässes erkennen lassen.

Zu den gefährlichsten Gefäßveränderungen zählen Ablagerungen in den großen Gefäßen im Hals, die Kopf und Gehirn mit Blut versorgen. Denn diese „Plaques“ können sich lösen und einen Schlaganfall verursachen. Auch dagegen können Ärzte mit CEUS inzwischen früh vorgehen: Zeigen sich Kontrastbläschen im Plaque, gilt dieser als instabil. Weil  instabile Plaques jeden Moment brechen, ein Blutgefäß im Gehirn blockieren und zum Schlaganfall führen können, müssen sie ständig beobachtet und frühzeitig behandelt werden.

Auch bei kleinsten Gefäßen, etwa in der Niere, sei der Kontrastmittel-Ultraschall erfolgreich im Einsatz. Die Möglichkeit, kleinste Gefäße sichtbar zu machen, nutzen die Forscher darüberhinaus, um winzige neue Krebsherde aufzuspüren.

wanc 06.06.12/ Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)
 
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