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Bei Viel-Rauchern steigt die Gefahr für ein Aneurysma, das eine lebendsbedrohliche Gehirnblutung verursachen kann (Foto: Stock photo)
Bei Viel-Rauchern steigt die Gefahr für ein Aneurysma, das eine lebendsbedrohliche Gehirnblutung verursachen kann (Foto: Stock photo)
Raucher: Die hohe Gefahr einer Gehirnblutung

Wer  20 Zigaretten und mehr am Tag raucht, der verdoppelt damit sein Risiko für eine Arterienweiterung im Gehirn (Aneurysma), die aufbricht und zu einer lebensgefährlichen Gehirnblutung führt. Durch ein Beenden des Rauchens, verringert sich die Gefahr zwar mit der Zeit, bleibt aber bestehen.

Ein Aneurysma ist laut Definition der Fakultät für Klinische Medizin Mannheim eine "sackartige Erweiterung der hirnversorgenden Blutgefäße". Weil die Wände eines Hirnaneurysmas sehr viel dünnner und schwächer als andere Gefäßwände sind, birgt es stets die Gefahr zu platzen. Wenn das passiert, ist das eine Katastrophe, weil 50% der Betroffenen das Ereignis nicht überleben. Und wer überlebt, muss meist mit enormen Beeinträchtigungen zurecht kommen.

In der Studie wurden 426 Personen untersucht, die in den Jahren 2002 bis 2004 wegen einer Gehirnblutung ins Krankenhaus eingeliefert worden waren. Das Durchschnittsalter betrug 50 Jahre. Im Vergleich zu den Patienten, die niemals geraucht hatten, lag das Risiko für eine Gehirnblutung bei den Rauchern, um das 2,84-Fache höher. Dabei gibt es durchaus eine Abhängigkeit von der Menge der gerauchten Zigaretten. Bei 1 - 9 und 10 -19 Zigaretten am Tag, unterschied sich das Risiko kaum und lag im Vergleich zu Nie-Rauchern etwa doppelt so hoch. Doch bei Patienten, die 20 bis 29 Zigaretten am Tag rauchten, war das Risiko um das 3,25-Fache erhöht. Und bei über 30 Zigaretten am Tag stieg die Gefahr einer Hirnblutung um das 5,69-Fache.

Erstaunlich hoch blieb das Risiko für ehemalige Raucher, wobei die Studie einen Zusammenhang zwischen der Anzahl der gerauchten Zigaretten, der Dauer des Nicht-mehr-Rauchens und des Krankheitsrisikos offenbart. Wer weniger als 20 Zigaretten am Tag gequalmt hatte, verringerte innerhalb von fünf Jahren sein Risiko so weit, dass es auf das Niveau eines Nie-Rauchers zurück fiel. Bei denjenigen, die über 20 Zigaretten geraucht hatten, verminderte sich das Risiko zwar mit der Zeit, war nach fünf Jahren aber immerhin noch doppelt so hoch wie bei Nie-Rauchern.

Berliner Ärzteblatt 14.09.2012/ Quelle: J Neurol Neurosurg Psychiatry doi:10.1136/jnnp-2012-302538

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Aneurysma - Grundlagen, Ursachen, Symptome, Behandlung

 
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