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Rauchen zählt zu den größten Einzelrisiken in Bezug auf das Entstehen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Foto: DAK)
Rauchen zählt zu den größten Einzelrisiken in Bezug auf das Entstehen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Foto: DAK)
Wie ein gesünderes Leben das Herz schützt

Welchen großen Einfluß unser Lebensstil auf die Gesundheit hat, lassen immer mehr wissenschaftliche Studien erkennen. Das bedeutet, dass jeder einzelne von uns mit seinem eigenen Verhalten in einem hohen Maße mitbestimmt, wie krank oder gesund er ist. Und wie wird gesunder Lebensstil definiert? Mediziner erklären das so: sich gesund ernähren, nicht rauchen, körperlich aktiv sein und Übergewicht vermeiden. In Bezug auf das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die Folgen immens. Wer gesund lebt, hat ein um etwa 50% geringeres Erkrankungsrisiko.  

Professor Dr. Baptist Gallwitz vom Universitätsklinikum Tübingen und Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) wundert sich eigentlich nicht, dass Menschen, die nicht rauchen, sich gesund ernähren, körperlich aktiv und nicht fettleibig sind, deutlich seltener an einem Herzinfarkt erkranken. Allerdings: „Der günstige Einfluss eines gesunden Lebensstils war in der Studie aber auch bei Menschen nachweisbar, die ein erhöhtes genetisches Risiko hatten.“ Das heißt nichts anderes, als dass gesunde Lebensgewohnheiten dem Herz nützen, selbst wenn es ein hohes vererbtes Risiko für ein krankes Herz gibt. Und natürlich macht Gallwitz insbesondere Diabetikern Mut, weil die "leiden zwei- bis dreimal so häufig an Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie andere Menschen, und Herzinfarkt und Schlaganfall sind bei ihnen die häufigste Todesursache“. 

Insgesamt wurden die Gesundheits- und Krankheitsdaten von 55.685 Frauen und Männern ausgewertet und deren genetisches Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen sowie das Befolgen eines gesunden Lebensstils bestimmt. Ein gesunder Lebensstil wurde so beschrieben: aktuell kein Rauchen, BMI (Body Mass Index) unter 30, körperliche Bewegung mindestens einmal in der Woche sowie eine gesunde Ernährung bestehend aus einem erhöhten Verzehr von Früchten, Nüssen, Gemüse, Vollkornprodukten, Fisch und Milchprodukten und einer verminderten Aufnahmemenge von rafiniertem Mehl, verarbeitetem oder unverarbeitetem rotem Fleisch, mit Zucker gesüßten Limonaden, Transfetten und Natrium.

Während der Beobachtungszeit - zwischen ca. 18 und 20 Jahre - wurden 5.103 Herz-Kreislauf-Erkrankungen diagnostiziert. Menschen mit einem hohen genetischen Risiko waren im Vergleich zu denen mit einem geringen Risiko auch wesentlich stärker gefährdet, einen Herzinfarkt zu erleiden. Die Risikosteigerung rangierte zwischen 46% und 139% und lag im Mittel bei 91%. 

Wer einen gesunden Lebensstil pflegte der konnte sein Risiko für einen Herzinfarkt oder eine andere Herzerkrankung um 45% senken, wenn seine genetische Veranlagung gering war. Bei einem mittleren genetischen Risiko sank die Erkrankungsgefahr um 47% und bei einem hohen um 46%. Das bedeutet, dass von den Studienteilnehmern über eine Dauer von zehn Jahren gesehen von den Personen, die einen gesunden Lebensstil verfolgen, im Vergleich mit denjenigen, die sich nicht gesund verhalten, nur rund halb so viele einen Herzinfarkt oder eine andere Herzerkrankung erleiden. 

Errechnet wurde auch die positive Auswirkung jedes einzelnen Faktors, der zu einem gesunden Lebensstil beiträgt. Wobei die Mediziner davon ausgehen, dass mindestens drei Faktoren erfüllt sein müssen, damit sich die positive Wirkung auch einstellt. So verminderte Nicht-Rauchen das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung um etwa 44%, kein Übergewicht um durchschnittlich 34%, regelmäßiges Bewegen um 12% und eine gesunde Ernährung um 9%. 

14.12.2016/ Quelle: New England Journal of Medicine

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