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Erhöhte Harnsäure: Mögliches Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall

Eine erhöhte Harnsäure gilt als Auslöser von schmerzhaften Gichtanfällen. Doch erhöhte Harnsäurespiegel im Blut sind darüber hinaus wahrscheinlich auch für ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko verantwortlich. 

„Die Hyperurikämie ist ein unterschätzter Risikofaktor. Es liegen mittlerweile zahlreiche Studien vor, in denen sich gezeigt hat, dass die Sterblichkeit mit der Konzentration der Harnsäure im Blut assoziiert ist“, sagte Prof. Dr. Christian Holubarsch, Park-Klinikum Bad Krozingen. „Das ist zwar im streng wissenschaftlichen Sinne kein Beweis, aber doch ein deutlicher Hinweis.“ Was der Arzt damit meint: Hohe Harnsäurespiegel sind offenbar Auslöser von Herzinfarkt, Herzinsuffizienz sowie Schlaganfall. Und diese Krankheiten erhöhen wiederum die Gefahr, vorzeitig zu versterben.

Holubarsch hat in Studien heraus gefunden, dass bei Patienten mit Herzinsuffizienz die Aktivität des Enzyms Xanthinoxidase erhöht ist. Die Xanthinoxidase sorgt während des Abbaus der Purine für deren Umwandlung in Harnsäure. Xanthinoxidase soll aber auch die Gefäßfunktion beeinflussen. „In einer kleinen Studie konnte auch demonstriert werden, dass eine Harnsäuresenkung mit Allopurinol zu einer Verbesserung der Endothelfunktion führt“, erklärt Holubarsch. 

Allerdings scheinen die Zusammenhänge zwischen Harnsäure und Herzinsuffizienz nicht so vollständig klar zu sein. Zwar profitieren Patienten mit hohen Harnsäurewerten auf eine harnsäuresenkende Therapie auch kardiologisch. Das heißt, dass eine Harnsäuresenkung das Risiko für eine Herzinsuffizienz vermindert. Doch Holubarsch merkt die offene Frage an, ob der Einfluß von Harnsäure auf das Herz-Kreislauf-Risiko unmittelbar ist, oder ob die erhöhte Harnsäure möglicherweise nur  einen insgesamt schlechteren Gesundheitszustand anzeigt. Diese Frage, so Holubarsch, müsse unbedingt geklärt werden.

10.10.2016/ Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie

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